Der spanische Energieriese Iberdrola hat heute seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und liefert einmal mehr ab. Der bereinigte Nettogewinn kletterte um 10,3 Prozent auf 6,23 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA legte um 3 Prozent auf 15,68 Milliarden Euro zu. Damit traf das Unternehmen exakt seine eigene Prognose und die Konsensschätzungen der Analysten. Doch die Aktie? Die reagierte gestern kaum – trotz der soliden Zahlen verharrte sie mit einem Minus von 0,45 Prozent bei 19,77 Euro, nur knapp unter ihrem Rekordhoch von Mitte Februar.
Das Netzgeschäft erweist sich als klarer Wachstumsmotor: Das EBITDA in diesem Bereich schoss um 21 Prozent nach oben, getrieben von höheren regulierten Vermögenswerten in Großbritannien und den USA. Die regulierte Vermögensbasis (RAV) wuchs binnen Jahresfrist um 12 Prozent auf knapp 51 Milliarden Euro – ein beachtlicher Sprung. Allein in Großbritannien sicherte sich Iberdrola im Rahmen von RIIO-T3 ein Investitionsvolumen von 14 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre im Übertragungsnetz. CEO Ignacio Galán sprach von einer „Transformation“ für die Tochter ScottishPower: „Die RAV im Übertragungsbereich wird 2030 genauso hoch oder höher sein als die im Verteilnetz.“
Milliarden-Investitionen in Netze zahlen sich aus
Zwei Drittel der Gesamtinvestitionen von 14,46 Milliarden Euro flossen 2025 ins Netzgeschäft – vor allem in Großbritannien und den USA. In den USA wird die neue Interconnector-Leitung zwischen Kanada und Massachusetts ab diesem Jahr zusätzliche 125 Millionen Euro pro Jahr zum Gruppen-EBITDA beisteuern. In Brasilien wurden mehrere Übertragungsprojekte fertiggestellt, die zusammen 250 Millionen Euro jährlich beitragen. Zudem verlängerte der Regulator die Verteilnetzkonzession von Neoenergia um 30 Jahre – bis 2060.
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Der operative Cashflow verbesserte sich um 8,2 Prozent auf 12,81 Milliarden Euro, die Nettoverschuldung sank um 1,5 Milliarden auf 50,2 Milliarden Euro. Das Verhältnis von operativem Cashflow zu bereinigter Nettoverschuldung erreichte komfortable 25,5 Prozent, der Verschuldungsgrad (EBITDA) fiel auf das Dreifache. CFO Pepe Sainz zeigte sich zufrieden: „Unsere Finanzierungsstrategie wurde als beste weltweit ausgezeichnet.“
Ausblick: Gewinn soll bis 2028 auf über 7,6 Milliarden Euro klettern
Für 2026 peilt Iberdrola einen bereinigten Nettogewinn von mehr als 6,6 Milliarden Euro an – das entspräche einem weiteren Anstieg um rund 6 Prozent. Bis 2028 will das Management die Marke von 7,6 Milliarden Euro übertreffen. Die Dividende für 2025 soll auf 0,68 Euro je Aktie steigen, ein Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt Iberdrola seine Serie von zehn aufeinanderfolgenden Dividendenerhöhungen fort.
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Im Geschäftsbereich Strom und Kunden gab es hingegen Gegenwind: Das EBITDA fiel um 10 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro, belastet durch niedrigere Marktpreise und höhere Zusatzkosten für Systemdienstleistungen in Spanien. Dennoch brachte Iberdrola 2,7 Gigawatt neue Kapazität ans Netz, weitere 4,7 Gigawatt befinden sich im Bau. Die gesamte Stromerzeugung für 2026 ist bereits verkauft – zu zwei Dritteln über langfristige Verträge und regulierte Abnahmevereinbarungen.
Analyst Fernando Garcia von RBC bewertete die Zahlen als „solide“ und die Prognose für 2026 als „leicht über den Erwartungen“. JPMorgan-Analyst Javier Garrido erwartet, dass die Aktie kaum reagieren wird, da die Guidance als konservativ eingestuft werde. Bleibt abzuwarten, ob die ambitionierten Netzausbaupläne und die wachsende Nachfrage aus Rechenzentren dem Kurs neuen Schwung verleihen können.
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