IBM Aktie: CEO warnt vor Homeoffice-Falle

Der IBM-CEO warnt, dass dauerhafte Remote-Arbeit beruflichen Aufstieg erschwert, was im Widerspruch zum eigenen boomenden Cloud-Geschäft steht.

IBM Aktie
Kurz & knapp:
  • CEO sieht Beförderungen ohne Büropräsenz als schwierig
  • Persönliche Netzwerke aus dem Homeoffice schwerer aufzubauen
  • Ironischer Widerspruch zum eigenen Hybrid-Cloud-Geschäft
  • Investoren fragen nach Auswirkungen auf Talentgewinnung

IBM-Chef Arvind Krishna schlägt Alarm: Wer dauerhaft im Homeoffice arbeitet, könnte seine Karriere gefährden. Diese klare Ansage des Konzernlenkers dürfte bei vielen Beschäftigten für Unmut sorgen – ausgerechnet beim Unternehmen, das selbst massiv vom Hybrid-Cloud-Boom profitiert hat.

Keine Beförderung ohne Büropräsenz?

Krishna bringt es auf den Punkt: Er halte es für schwierig, Menschen zu befördern, die nie vor Ort seien. Besonders bei Führungskräften sieht der CEO ein Problem. Die Botschaft ist unmissverständlich – wer Karriere machen will, muss sich zeigen. Persönliche Beziehungen und Sichtbarkeit im Büro bleiben nach dieser Einschätzung entscheidende Faktoren für den beruflichen Aufstieg.

Dabei räumt niemand die Vorteile von Remote-Work ab. Höhere Produktivität, bessere Work-Life-Balance, weniger Pendelzeit – die Pluspunkte liegen auf der Hand. Doch Krishna lenkt den Blick auf einen wunden Punkt: Netzwerke aufbauen und pflegen funktioniert aus dem Homeoffice heraus deutlich schwerer.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IBM?

Widerspruch zur eigenen Geschäftsstrategie?

Die Ironie der Situation liegt offen zutage. IBM verdient prächtig am Trend zur Remote-Arbeit. Das Hybrid-Cloud-Computing-Geschäft des Konzerns boomt gerade deshalb, weil Unternehmen weltweit ihre IT-Infrastruktur für verteiltes Arbeiten aufrüsten. Jetzt warnt ausgerechnet der Chef davor, die Früchte dieser Entwicklung allzu intensiv zu genießen.

Für Investoren wirft diese Positionierung Fragen auf. Wie ernst meint Krishna seine Warnung? Plant IBM eine Rückkehr zur Präsenzpflicht? Und könnte diese Haltung dem eigenen Geschäftsmodell mittelfristig schaden, wenn andere Tech-Konzerne flexiblere Arbeitsmodelle anbieten und dadurch im Kampf um Talente die Nase vorn haben?

Die IBM-Aktie reagierte zunächst nicht auf diese Äußerungen. Doch das Thema dürfte intern für Diskussionen sorgen – und zeigt einmal mehr die Spannung zwischen technologischem Fortschritt und traditionellen Unternehmenskulturen.

IBM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IBM-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:

Die neusten IBM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IBM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

IBM: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

IBM Jahresrendite