Icelandair hf Aktie: Rekordumsatz und dennoch Verlust

Trotz historisch hoher Passagierzahlen und Umsätze verzeichnet Icelandair im vierten Quartal 2025 einen Verlust, hauptsächlich getrieben durch die Dollar-Schwäche und gestiegene Emissionskosten.

Icelandair hf Aktie
Kurz & knapp:
  • Rekordumsatz bei gleichzeitigem Quartalsverlust
  • Dollar-Abwertung belastet Kosten massiv
  • Personalkosten steigen überdurchschnittlich stark
  • Solide Liquidität und Rekordauslastung

Die isländische Fluggesellschaft Icelandair hat heute ihre Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die fallen gemischt aus. Zwar verbuchte das Unternehmen mit 1,7 Milliarden Dollar einen Rekordumsatz, doch unterm Strich steht ein Verlust von 17,2 Millionen Dollar. Die Aktie reagierte mit einem Minus von 4,58 Prozent und schloss bei 0,792 Dollar.

Wie konnte es trotz Rekordeinnahmen und über fünf Millionen beförderten Passagieren – ein historischer Höchstwert – zu diesem Ergebnis kommen? Die Antwort liegt vor allem in Faktoren, die außerhalb der Kontrolle des Managements lagen.

Dollar-Schwäche belastet Kosten massiv

Der Hauptübeltäter war die Währungsentwicklung. Die Abwertung des US-Dollars verteuerte die Betriebskosten um 43,7 Millionen Dollar. Gleichzeitig drückte der schwache Greenback auf die Nachfrage aus Nordamerika – dem wichtigsten Markt für Icelandair. Auch das transatlantische Geschäft litt unter dieser Entwicklung.

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Hinzu kamen drastisch gestiegene Kohlenstoffemissionskosten, die sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelten. Allein im vierten Quartal stiegen diese Ausgaben um mehr als acht Millionen Dollar. Die isländische Regierung hat bis Ende 2026 eine Ausnahmeregelung gewährt, doch eine langfristige Lösung steht noch aus.

Gehaltssteigerungen weit über EU-Niveau

Ein weiteres Problem sind die Lohnkosten. Seit 2020 kletterte der Lohnindex in Island um 49 Prozent – deutlich stärker als in den Nachbarländern. Im vierten Quartal stiegen die Personalkosten um 21 Prozent, wovon allein acht Millionen Dollar auf Währungseffekte zurückzuführen waren.

Aktuell verhandelt Icelandair mit Piloten, Kabinenpersonal und Mechanikern über neue Tarifverträge. Das Ziel: mehr Flexibilität und wettbewerbsfähigere Strukturen. CEO Bogi Nils Bogason betonte, dass beide Seiten ein Interesse an einer Lösung haben müssten.

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Solide Basis trotz widriger Umstände

Nicht alles war negativ. Im vierten Quartal legte der Betriebsgewinn um 17 Prozent auf 407 Millionen Dollar zu. Die Auslastung erreichte mit 84,3 Prozent einen Rekordwert. Icelandair baute seine Hubposition am Flughafen Keflavík weiter aus und betreibt nun fast 70 Prozent der dortigen Kapazitäten.

Die Liquidität lag zum Jahresende bei soliden 458 Millionen Dollar – ein Plus von 111 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahr. Das Transformationsprogramm „One Journey“ zeigt Wirkung: Über 230 Initiativen sind bereits umgesetzt und sollen langfristig über 100 Millionen Dollar einsparen.

Für 2026 plant die Airline ein moderates Kapazitätswachstum von zwei Prozent, konzentriert auf die profitablen Märkte von und nach Island. Der Januar verlief vielversprechend: Die Passagierzahlen stiegen um 14 Prozent, die Auslastung erreichte Rekordhöhe. Management und Aktionäre hoffen, dass 2026 endlich wieder schwarze Zahlen bringt.

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