Ein vermeintliches Heilmittel für alle Krebsarten entpuppt sich als teurer Bumerang. ImmunityBio steht im Zentrum eines massiven juristischen Sturms, nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA irreführende Werbeversprechen aufgedeckt hat. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie schnell aggressives Marketing an der Börse abgestraft wird.
Warnbrief mit fatalen Folgen
Der Auslöser der Krise ist ein Warnbrief der FDA. Die Behörde rügte das Unternehmen für Behauptungen in Fernsehwerbung und Podcasts. Das Management hatte suggeriert, das Immuntherapeutikum Anktiva könne sämtliche Krebsarten heilen. Klinische Daten stützen diese Aussage laut FDA in keiner Weise.
Die Quittung der Anleger folgte prompt. Am Tag der Veröffentlichung brach der Aktienkurs um mehr als 21 Prozent ein und schloss bei 7,42 US-Dollar. Fast zwei Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung lösten sich in Luft auf.
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Realität trifft auf Werbeversprechen
Tatsächlich ist das Medikament nur für eine sehr spezifische Nische zugelassen. Anktiva zielt auf eine bestimmte Form von Blasenkrebs ab, die rund vier Prozent der neuen Krebsfälle ausmacht. Die Zulassungsstudie umfasste lediglich 77 Patienten.
Mehrere Anwaltskanzleien, darunter Hagens Berman, werfen der Führungsetage nun vor, diese massiven Einschränkungen bewusst verschwiegen zu haben. Sie bündeln die Klagen von Investoren, die zwischen Mitte Januar und Ende März Papiere des Unternehmens gekauft haben.
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Insider machen Kasse
Abseits des juristischen Konflikts läuft das operative Geschäft weiter. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete das Biopharma-Unternehmen Produktumsätze von gut 44 Millionen US-Dollar. Die Kassen sind mit liquiden Mitteln von knapp 381 Millionen Dollar solide gefüllt.
Analysten geben sich erstaunlich gelassen. Im Schnitt raten sie weiterhin zum Kauf und sehen das Kursziel bei 14,40 Dollar. Das eigene Management agiert indes vorsichtiger. Insider stießen im vergangenen Quartal Aktien im Wert von rund 4,5 Millionen Dollar ab. Ein Signal, das aufhorchen lässt.
Die juristische Aufarbeitung nimmt jetzt erst richtig Fahrt auf. Geschädigte Aktionäre haben bis zum 26. Mai 2026 Zeit, sich als Hauptkläger für die Sammelklage zu registrieren. Fällt das Gericht das Urteil, dass ImmunityBio die Risiken der engen Zulassung systematisch verschleiert hat, drohen dem Unternehmen empfindliche Strafzahlungen. Bis dieser Konflikt gelöst ist, bleibt die Aktie ein hochriskantes Pflaster.
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