Der Tabakkonzern Imperial Brands setzt seinen Kurs einer verlässlichen Kapitalrückführung fort. Das Zusammenspiel aus operativem Mittelzufluss und umfangreichen Aktienrückkäufen bestimmt die Ausgangslage der Briten vor den anstehenden Jahresergebnissen.
Am Freitag ging die Aktie mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 31,65 Euro aus dem Handel. Damit notiert das Papier zwölf Prozent über seinem 52-Wochen-Tief.
Solider Cashflow finanziert Programme
Das Fundament für die laufenden Ausschüttungen bildet die unverändert robuste Ertragskraft des Geschäftsmodells. Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit einem freien Cashflow von mehr als 2,2 Milliarden GBP.
Beim bereinigten Betriebsgewinn steht ein Zuwachs von 3 bis 5 Prozent im Plan. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll prozentual im hohen einstelligen Bereich zulegen. Während das klassische Tabakgeschäft ein niedriges einstelliges Nettoumsatzplus aufweisen soll, wächst das Segment der Produkte der nächsten Generation zweistellig.
Die berechenbaren Erlöse im traditionellen Markt federn die Transformation hin zu alternativen Nikotinprodukten ab. Für Anleger bleibt die Generierung freier Barmittel der entscheidende Faktor.
Milliardenvolumen für Aktienrückkäufe
Mit dem Abschluss des Rückkaufprogramms für das Geschäftsjahr 2026 flossen 1,45 Milliarden GBP an die Anteilseigner zurück. Daran schließt das Folgeprogramm für das Geschäftsjahr 2027 an, das ein Gesamtvolumen von 1,5 Milliarden GBP umfasst.
Für die erste Tranche schloss das Unternehmen eine Vereinbarung mit der HSBC. Die Bank soll bis zum 4. Mai 2027 eigene Anteile im Wert von bis zu 750 Millionen GBP über den Markt erwerben. Sämtliche im Rahmen des Programms zurückgekauften Papiere werden anschließend eingezogen, was die Gesamtzahl der umlaufenden Aktien verringert. Die gesamte Maßnahme soll bis zum 29. Oktober 2027 abgeschlossen sein.
Auch im Management zeigt sich Vertrauen in die langfristige Ausschüttungspolitik. So reinvestierten die Non-Executive Directors Susan Clark und Ngozi Edozien Anfang Oktober ihre Dividendenerträge direkt in weitere Unternehmensanteile.
Blick auf die Jahreszahlen
Die Einstufungen am Markt reflektieren das defensive Profil des Konzerns. Das Analysehaus Jefferies bestätigte am Donnerstag seine Kaufempfehlung und begründete dies mit einer attraktiven Bewertung der Aktie.
Gewissheit über den genauen Geschäftsverlauf erhalten die Anteilseigner im kommenden Monat. Imperial Brands legt die vollständigen Jahresergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 am 17. November 2026 vor.
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