Die Mutter von Zara dreht richtig auf. Zwischen dem 1. November und dem 1. Dezember 2024 schossen die Umsätze währungsbereinigt um satte 10,6 Prozent in die Höhe – deutlich mehr als die 6,2 Prozent Wachstum der ersten neun Monate. Die neuen Herbst- und Winterkollektionen kommen bei den Kunden offenbar bestens an. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn jetzt läuft das entscheidende Weihnachtsgeschäft.

Die vorgelegten Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres bis Ende Oktober fallen besser aus als erwartet. Der Umsatz kletterte auf 28,17 Milliarden Euro – ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im dritten Quartal erreichten die Erlöse 9,8 Milliarden Euro, währungsbereinigt sogar mit einem Sprung von 8,4 Prozent.

Gewinn steigt trotz Währungsgegenwind

Der Nettogewinn legte in den neun Monaten von 4,45 auf 4,62 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 4,8 Prozent auf 5,94 Milliarden Euro und übertraf damit die Markterwartungen. Die operative Marge erreichte solide 21,1 Prozent. Noch beeindruckender: Im dritten Quartal allein schoss das EBIT um 11,2 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro nach oben, während der Quartalsgewinn um 9 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro zulegte.

Diese Performance ist umso bemerkenswerter, als der starke Euro den Spaniern das Leben schwer macht. Für das Gesamtjahr bis Ende Januar 2026 kalkuliert das Management mit einem Währungsgegenwind von 4 Prozentpunkten beim Umsatz. Dennoch soll die Bruttomarge stabil bleiben – plus oder minus 50 Basispunkte.

Expansion geht weiter

Was bedeutet das für die nächsten Monate? Inditex plant für den Zeitraum 2025 bis 2026 ein jährliches Flächenwachstum von rund 5 Prozent. Dabei setzt der Konzern mit seinen Marken Pull & Bear, Massimo Dutti und Bershka auf eine Kombination aus zusätzlicher Verkaufsfläche und dem weiteren Ausbau des Online-Geschäfts.

Die Aktie reagierte vorbörslich auf Tradegate mit einem Kurssprung von rund 2 Prozent. Kein Wunder: Die Dynamik zieht im entscheidenden Moment an, die Zahlen schlagen die Erwartungen und die Strategie scheint aufzugehen. Der Moderiese zeigt sich robust gegen Währungsturbulenzen und beweist, dass er seinen EuroStoxx-50-Platz verdient hat.