Der Halbleitersektor zeigt derzeit enorme Dynamik, und Europas größter Chipkonzern surft auf dieser Welle ganz oben mit. Angetrieben von überraschend starken Quartalszahlen des US-Konkurrenten Intel griffen Investoren zum Wochenausklang massiv bei Infineon zu. Das Ergebnis ist ein markanter Ausbruch auf der Oberseite.
Die Aktie beendete den Freitagshandel bei 54,07 Euro und markierte damit ein frisches Jahreshoch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf gut 41 Prozent. Der Wert notiert nun rund 43 Prozent über seinem langfristigen 200-Tage-Durchschnitt.
Milliardenmarkt KI-Rechenzentren
Hinter dem Kursaufschwung steckt mehr als nur die Sogwirkung der Wall Street. Infineon positioniert sich zunehmend aggressiver im lukrativen Markt für KI-Rechenzentren. Für das laufende Geschäftsjahr peilt der Vorstand in diesem Segment einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro an. Im Folgejahr 2027 soll dieser Wert auf 2,5 Milliarden Euro klettern.
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Um diese Kapazitäten aufzubauen, hob das Management die Investitionssumme zuletzt auf 2,7 Milliarden Euro an. Parallel dazu festigt der Konzern sein traditionelles Kerngeschäft. Bei Halbleitern für die Automobilindustrie hält Infineon einen weltweiten Marktanteil von gut zwölf Prozent. Bei speziellen Controllern für autonomes Fahren baute das Unternehmen seine Dominanz auf 36 Prozent aus.
Analysten und Währungseffekte
Die jüngste Kursrally hat die Erwartungen vieler Experten bereits überholt. So rät Goldman Sachs zwar weiterhin zum Kauf der Aktie, das ausgegebene Kursziel von 53,00 Euro hat der Markt jedoch hinter sich gelassen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 54 aktuell eine neutrale technische Verfassung ohne Überhitzung.
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Währenddessen rückt ein anderer operativer Faktor in den Fokus der Anleger: der schwankende Euro-Dollar-Kurs. Eine Verschiebung um nur einen US-Cent verändert den Quartalsumsatz der Münchener um etwa 25 Millionen Euro.
Am 5. Mai legt Infineon die Bücher für das zweite Geschäftsquartal offen. Das Management stellt für diesen Zeitraum Erlöse von rund 3,8 Milliarden Euro in Aussicht. Hält die starke Nachfrage an, dürfte besonders die operative Marge die Richtung vorgeben – im Auftaktquartal lag diese bei knapp 18 Prozent.
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