Eine frische strategische Allianz mit Branchenprimus Nvidia und ein anhaltender Investitionsboom im KI-Sektor liefern eigentlich handfeste Argumente für steigende Notierungen. Bei dem Münchener Halbleiterkonzern zeichnet sich derzeit jedoch ein anderes Bild ab. Die technische Schwäche überlagert die positiven fundamentalen Nachrichten der vergangenen Wochen deutlich.
Der jüngste Rücksetzer hat den Wert unter die psychologisch wichtige Marke von 40 Euro gedrückt. Mit einem aktuellen Kurs von 39,02 Euro summiert sich das Minus der vergangenen 30 Tage auf beachtliche 12,29 Prozent. Dadurch rückt nun die langfristig bedeutsame 200-Tage-Linie bei 37,20 Euro als nächste potenzielle Auffangstation in den Fokus der Marktteilnehmer.
KI-Milliarden und prominente Partner
Diese charttechnische Eintrübung steht in einem starken Kontrast zur operativen Nachrichtenlage. Erst Ende März wurde eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen Infineon, STMicroelectronics, NXP und Nvidia im Bereich der KI-Hardware verkündet. Gleichzeitig fließen weltweit gigantische Summen in den Ausbau von Rechenzentren – untermauert durch die jüngste 122-Milliarden-Dollar-Finanzierungsrunde von OpenAI sowie Microsofts Expansion in Südostasien.
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Diese Entwicklungen stützen die langfristige Nachfrage nach Leistungshalbleitern. Entsprechend gelassen reagiert die US-Investmentbank JPMorgan. Die Analysten bestätigten ihre Einstufung auf „Overweight“ und belassen das Kursziel bei 48 Euro.
Entspannung an der Zinsfront
Rückenwind könnte nun von der makroökonomischen Seite kommen. Signale einer leichten Entspannung im Iran-Konflikt haben am Mittwoch nicht nur den DAX über die Marke von 23.000 Punkten gehoben, sondern auch die Ölpreise leicht gedrückt. Dies belebt die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen, nachdem zuvor stark gestiegene US-Anleiherenditen den gesamten Tech-Sektor belastet hatten.
Für eine nachhaltige Aufhellung des Chartbildes muss der Titel im Zuge dieser allgemeinen Markterholung nun zeitnah die Marke von 40 Euro zurückerobern. Gelingt dieser Schritt in den kommenden Handelstagen nicht, wird ein direkter Test der 200-Tage-Linie das wahrscheinlichste kurzfristige Szenario.
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