Infineon Aktie: Rückschlag nach Vierjahreshoch

Die Infineon-Aktie verlor nach einem Vierjahreshoch deutlich an Wert. Verhaltene Aussagen des Managements zum Geschäft bremsten die Euphorie und lösten Gewinnmitnahmen aus.

Infineon Aktie
Kurz & knapp:
  • Kurssturz von über 3 Prozent nach Vierjahreshoch
  • Verhaltene Geschäftsaussagen bremsen Anlegerstimmung
  • Kontrast zu optimistischen US-Halbleiterkonkurrenten
  • Aktie anfällig für weitere Gewinnmitnahmen

Die Infineon-Aktie hat am Donnerstag eine abrupte Kehrtwende vollzogen. Nach einem vielversprechenden Start mit 42,36 Euro – dem höchsten Stand seit mehr als vier Jahren – drehte das Papier deutlich ins Minus. Zum XETRA-Schluss stand ein Verlust von 3,67 Prozent bei 40,59 Euro zu Buche. Damit gehörte der Halbleiterkonzern zu den schwächsten Werten im DAX.

Was war passiert? Die Gewinne der beiden Vortage wurden innerhalb weniger Handelsstunden komplett revidiert. Der plötzliche Stimmungsumschwung kam nicht aus heiterem Himmel.

Verhaltene Töne bremsen die Euphorie

Händler verwiesen auf eher verhaltene Aussagen des Chipherstellers zum derzeitigen Geschäft. Während der US-Konkurrent Microchip zuletzt mit dynamischen Signalen aufwartete, scheint Infineon diese Entwicklung noch nicht nachvollziehen zu können. Die Zurückhaltung des Managements ließ bei Anlegern offenbar Zweifel aufkommen, ob der deutsche Halbleiteranbieter am aktuellen Branchenmomentum teilhaben kann.

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Der Kontrast zwischen Morgen und Abend könnte kaum größer sein: Vom Vierjahreshoch auf 42,36 Euro stürzte der Kurs bis auf 40,64 Euro ab. Ein deutliches Zeichen dafür, wie schnell die Stimmung am Markt kippen kann, wenn die erhofften positiven Signale ausbleiben.

Ist die Rally vorbei?

Die Frage drängt sich auf: War der Ausflug über 42 Euro nur ein kurzes Strohfeuer? Die verhaltenen Aussagen zum aktuellen Geschäft dürften Anleger verunsichert haben, die auf eine schnellere Erholung des Halbleitermarktes gesetzt hatten. Solange Infineon nicht mit konkreten positiven Nachrichten nachliefern kann, bleibt die Aktie anfällig für Gewinnmitnahmen.

Der Rückschlag zeigt einmal mehr: Selbst nach starken Kursanstiegen braucht es substanzielle Unterfütterung durch das operative Geschäft. Momentan scheint diese noch nicht in dem Maße gegeben, wie es sich manche Marktteilnehmer erhofft hatten.

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