Die Europäische Kommission hat Österreich eine staatliche Beihilfe von 319 Mio. € für Infineons Villach-Projekt genehmigt. Medienberichten zufolge unterstützt die Bewilligung das Vorhaben, für das Infineon am Dienstag seine Investitionspläne zur Fertigung von GaN-Leistungshalbleitern vorgestellt hat.

Hochvolumenfertigung auf größeren Wafern

Nach Unternehmensangaben investiert Infineon bis 2034 rund 1,1 Mrd. € am Standort Villach. Dort soll die weltweit erste Hochvolumenfertigung von GaN-Leistungshalbleitern auf 300-mm-Wafern entstehen.

Den Produktionsstart plant Infineon bis Ende 2027. Die Genehmigung der staatlichen Unterstützung betrifft damit ein Fertigungsprojekt, dessen Anlauf noch bevorsteht.

Infineon liefert Enphase bidirektionale monolithische GaN-Schalter für Festkörpertransformator-Module. Enphase entwickelt diese Module für den Einsatz in KI-Rechenzentren.

Die Bauelemente sind für 900 V ausgelegt. Nach Angaben von Infineon wurden sie bereits getestet und werden in die Produktentwicklung integriert; die Produktionsqualifizierung steht allerdings noch aus.

Zusammenarbeit bei industrieller KI

Ein weiteres Vorhaben im Bereich künstlicher Intelligenz stellte Infineon am 22. Oktober gemeinsam mit NVIDIA, Microsoft und dem UnternehmerTUM Accelerator vor. Die Partner starten das Physical AI Growth Lab für Start-ups aus den Bereichen Physical AI, Robotik und industrielle KI.

Das Programm soll von Januar bis April 2027 laufen. Vorgesehen ist die Aufnahme von 10 bis 15 Start-ups.

Infineon hat außerdem die Gewinner seiner Start-up Challenge für humanoide Robotik veröffentlicht. AdapTronics belegt den ersten Platz und wird in das Startup Co-Innovation Program des Unternehmens aufgenommen.

Der nächste angekündigte Finanztermin ist der 10.11.2026: Dann veröffentlicht Infineon die Geschäftsjahreszahlen 2025/26.