US-Kunden nutzen die Plattform Clusterix nach Angaben von innoscripta bereits. Das Unternehmen berichtete am Dienstag über den Einsatz im amerikanischen Markt und erwartet dort bis Ende 2026 insgesamt 15 Beschäftigte.
Kundenbasis reicht über Europa hinaus
Auch in Europa meldete innoscripta eine breitere Kundenbasis. Am 14. Oktober berichtete das Unternehmen über Neukunden in mehreren europäischen Ländern, darunter Polen. Clusterix wird nach diesen Angaben in insgesamt 14 Ländern eingesetzt.
Der gemeldete Einsatz in den USA ergänzt damit die europäischen Kundenmeldungen. Einen konkreten Zusammenhang zwischen der Mitteilung zum US-Ausbau und einer Kursbewegung stellte innoscripta nicht her.
Kontrollmechanismen werden separat geprüft
Vor gut drei Wochen beauftragte innoscripta zwei Kanzleien mit unterschiedlichen Prüfungen. Willkie Farr & Gallagher soll unabhängig die Sachverhalte und Verantwortlichkeiten untersuchen, die den behördlichen Ermittlungen zugrunde liegen. Flick Gocke Schaumburg soll separat die organisatorischen und softwareseitigen Kontrollmechanismen von Clusterix überprüfen.
Anlass der ebenfalls vor gut drei Wochen gemeldeten Durchsuchungen waren steuerstrafrechtliche Ermittlungen im Zusammenhang mit Forschungszulagen-Anträgen von Kunden. Nach Unternehmensangaben fanden die Durchsuchungen an Standorten in Tutzing und München statt. Die Ermittlungen betreffen den Verdacht der Beihilfe zur Erlangung ungerechtfertigter Steuervorteile.
In seiner damaligen Mitteilung nannte innoscripta mögliche Verfehlungen einzelner Mitarbeiter als vorläufigen Kenntnisstand. Mögliche finanzielle oder sonstige Folgen seien noch nicht abschließend bewertbar, erklärte das Unternehmen. Damit verband innoscripta seine Darstellung ausdrücklich mit einem Vorbehalt hinsichtlich des Kenntnisstands und der möglichen Auswirkungen.
Bei der Bekanntgabe der Prüfaufträge erklärte innoscripta, der Geschäftsbetrieb laufe unverändert weiter. Die Veröffentlichung der Q3-Zahlen kündigte das Unternehmen für die zweite Novemberhälfte an.
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