Intertek erteilt dem Finanzinvestor EQT eine deutliche Absage. Das Board wies ein nachgebessertes Übernahmeangebot über rund 8,3 Milliarden Britische Pfund einstimmig zurück. Die Führung sieht den Wert des Prüfkonzerns nicht annähernd abgebildet.
EQT bot zuletzt 5.400 Pence je Aktie. Das Management hält diese Bewertung für unzureichend. An der Londoner Börse notierte das Papier zuletzt bei 4.810 Pence.
Die Investmentbanken Goldman Sachs und J.P. Morgan beraten das Board in diesem Prozess. Die Führung will den Aktionären beweisen, dass Intertek allein mehr wert ist.
In Frankfurt schloss die Aktie am Freitag bei 55,90 Euro. Auf Monatssicht legte der Kurs damit um rund 30 Prozent zu. Das Papier notiert aktuell nur knapp unter seinem Rekordhoch.
Jetzt tickt die Uhr für den Investor. Bis zum 14. Mai 2026 muss EQT eine verbindliche Offerte vorlegen oder den Rückzug antreten. Die Folge: wachsender Zeitdruck.
Strategische Aufspaltung als Alternative
Intertek setzt parallel auf Eigenständigkeit. Der Vorstand prüft derzeit eine strategische Aufspaltung des Konzerns. Dabei könnte das Unternehmen die Sparte Testing & Assurance vom Bereich Energy & Infrastructure trennen.
Am 20. Mai 2026 steht die Hauptversammlung an. Die Aktionäre stimmen dort über eine vorgeschlagene Dividende von 107,7 Pence je Aktie ab. Außerdem soll Deloitte als neuer Wirtschaftsprüfer die Nachfolge von PwC antreten.
Institutionelle Anleger positionieren sich bereits für dieses Treffen. Die norwegische Norges Bank stockte ihren Anteil Ende April auf rund 2,12 Prozent auf. Steve Mogford soll künftig den Vorsitz im Board übernehmen.
Die kommenden Wochen entscheiden über die Unabhängigkeit. Bis zum 18. Mai müssen die Aktionäre ihre Stimmrechte für die Hauptversammlung anmelden. Kurz davor endet die Frist für ein verbindliches EQT-Angebot.
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