Intesa Sanpaolo lotet offenbar einen Einstieg bei Singular Bank aus. Für Italiens größte Bank wäre das ein klarer Schritt über das bisherige Spanien-Geschäft hinaus. Im Fokus steht dabei nicht das klassische Firmenkundengeschäft, sondern das Vermögensverwaltungsgeschäft.
Der mögliche Zukauf passt in eine Phase, in der Europas Banken ihre Ertragsquellen breiter aufstellen wollen. Die Zinsfantasie lässt nach, das Geschäft mit wohlhabenden Kunden gewinnt deshalb an Gewicht. Singular Bank verwaltet rund 20 Milliarden Euro und hat sich in Spanien zuletzt mit Zukäufen weiter verstärkt.
Wachstum jenseits des Heimatmarkts
Intesa selbst hat die Vermögensverwaltung bereits als Wachstumstreiber ausgerufen. Vorstandschef Carlo Messina will den Bereich kräftig ausbauen und bis 2029 mehr als 2.300 Finanzberater einstellen. Eine Übernahme in Madrid würde diese Linie stützen und der Bank einen direkteren Zugang zum spanischen Private-Banking-Markt verschaffen.
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Spannend ist der Schritt auch, weil sich Intesa im italienischen Bankensektor zuletzt eher zurückgehalten hat. Während im Heimatmarkt viel konsolidiert wird, blieben größere Eigeninitiativen des Instituts selten. Ein Kauf in Spanien wäre damit nicht nur eine Expansion, sondern auch ein Signal an den Markt, dass die Bank ihr Wachstum zunehmend außerhalb Italiens sucht.
Markt reagiert verhalten
An der Börse zeigt sich bislang keine Euphorie. Die Aktie notiert bei 5,62 Euro und liegt seit Jahresbeginn um 5,76 Prozent im Minus. Auf Sicht von zwölf Monaten steht dennoch ein Plus von 14,55 Prozent zu Buche.
Der Kurs bewegt sich damit knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 5,54 Euro, liegt aber unter der 200-Tage-Linie bei 5,64 Euro. Das spricht für einen Markt, der den möglichen Deal zwar registriert, ihm aber noch keinen klaren Befreiungsimpuls zutraut. Der RSI von 68,5 zeigt zugleich, dass die Aktie technisch nicht weit von einem überkauften Bereich entfernt ist.
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