Italiens größte Bank legt einen Plan vor, der aufhorchen lässt: Bis 2029 sollen rund 50 Milliarden Euro an die Aktionäre fließen – fast die Hälfte der aktuellen Marktkapitalisierung. Gleichzeitig will das Mailänder Institut den Nettogewinn auf über 11,5 Milliarden Euro steigern und dabei 6.100 Stellen abbauen. Für 2025 meldet Intesa Sanpaolo bereits einen Gewinnsprung von 7,6 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro.
Der am 2. Februar 2026 vorgestellte Geschäftsplan 2026-2029 setzt auf ein bewährtes Geschäftsmodell ohne Ausführungsrisiko. Die Eigenkapitalrendite soll nachhaltig über 20 Prozent liegen – konkret peilt die Bank für 2029 einen ROE von 22 Prozent und einen ROTE von 27 Prozent an. Die Kernkapitalquote (CET1) bleibt dabei komfortabel über 12,5 Prozent.
Kapitalrückgabe im großen Stil
Für 2025 plant Intesa Sanpaolo Ausschüttungen von insgesamt 8,8 Milliarden Euro. Davon entfallen 6,5 Milliarden Euro auf Dividenden – 3,2 Milliarden Euro wurden bereits im November 2025 als Interimsdividende ausgezahlt, weitere 3,3 Milliarden Euro folgen im Mai 2026. Hinzu kommt ein von der Europäischen Zentralbank genehmigtes Aktienrückkaufprogramm über 2,3 Milliarden Euro, das im Juli 2026 starten soll.
Für den Gesamtzeitraum 2025 bis 2029 liegt die Ausschüttungsquote bei 75 Prozent in bar, rund 20 Prozent der Rückgaben erfolgen über Aktienrückkäufe. Bereits für 2026 kündigt die Bank einen Nettogewinn von etwa 10 Milliarden Euro bei einer Ausschüttungsquote von 95 Prozent an.
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Kosten runter, Effizienz rauf
Die Kostenseite entwickelt sich positiv: 2025 sanken die Betriebskosten um 0,6 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. Bis 2029 sollen die absoluten Kosten um weitere 1,8 Prozent zurückgehen, während die Erträge mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 3 Prozent steigen. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich bereits von 42,7 Prozent auf 42,2 Prozent.
Der geplante Personalabbau konzentriert sich hauptsächlich auf Italien: Rund 12.400 Mitarbeiter sollen das Unternehmen bis 2029 verlassen, gleichzeitig sind 6.300 Neueinstellungen vorgesehen. Der Nettoabbau von etwa 6.100 Stellen entspricht 6,7 Prozent der Belegschaft, die Ende September 2022 bei rund 90.700 Beschäftigten lag.
Solidere Bilanz trotz Zinswende
Die Ertragsstruktur passt sich an: Der Zinsüberschuss fiel 2025 um 5,9 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro, blieb aber über dem Niveau von 2023. Die sinkenden Euribor-Sätze belasten hier. Dafür legten die Provisionsüberschüsse um 6,3 Prozent auf 10 Milliarden Euro zu, das Versicherungsgeschäft wuchs um 4,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.
Die Kreditqualität zeigt sich robust: Notleidende Kredite sanken netto von 1,1 Milliarden Euro Ende 2024 auf 0,8 Milliarden Euro. Die NPL-Quote liegt bei 0,8 Prozent netto und 1,5 Prozent brutto. Die Risikokosten betrugen 41 Basispunkte, bereinigt um zusätzliche Anpassungen sogar nur 26 Basispunkte.
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Expansion und Technologie als Wachstumstreiber
Das Institut will bis 2029 netto 2,5 Millionen neue Kunden gewinnen. In Italien baut die Bank ihr Beraternetzwerk aus – die Global Advisors innerhalb der Division Banca dei Territori soll zum drittgrößten Finanzberatungsnetzwerk Italiens werden. International etabliert Intesa Sanpaolo ein Beraternetzwerk mit rund 1.200 Advisors nach italienischem Vorbild.
Mit der Initiative isywealth Europe visiert die Bank mittelfristig auch Frankreich, Deutschland und Spanien als Wachstumsmärkte an. Die Kundenvermögen sollen bis 2029 auf etwa 1,7 Billionen Euro steigen.
Die Cloud-native Technologieplattform isytech wird konzernweit ausgerollt – bis 2029 sollen 100 Prozent der Anwendungen in der Cloud laufen. Künstliche Intelligenz unterstützt künftig Produktivität, Effizienz und Risikomanagement. Geplant sind Investitionen von 5,1 Milliarden Euro bei gleichzeitigen Kosteneinsparungen von 1,6 Milliarden Euro.
2025 vergab die Bank bereits rund 86 Milliarden Euro an mittel- und langfristigen Krediten – ein Plus von 23 Prozent gegenüber 2024. Für den Gesamtzeitraum des Plans sind etwa 500 Milliarden Euro für die Realwirtschaft vorgesehen, davon über 370 Milliarden Euro in neuen Mittel- und Langfristkrediten.
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