Intesa Sanpaolo setzt im Ringen um Monte dei Paschi di Siena (MPS) ein klares Stoppsignal. CEO Carlo Messina lehnt jede Erhöhung des aktuellen Angebots ab. Anleger honorieren diese finanzielle Disziplin.
Preislimit steht
Das vorliegende Gebot beläuft sich auf 30,6 Milliarden Euro. Das entspricht 10,90 Euro je MPS-Aktie. Der Plan sieht zudem eine Barkomponente von 3 Milliarden Euro vor.
Messina verweist dabei auf die Bewertung internationaler Größen wie Morgan Stanley oder Goldman Sachs. Eine Nachbesserung wird es nicht geben. Messina betonte, es existiere ein Preis, über den die Bank nicht hinausgehen werde.
Wettbewerb und Aufsicht
Das Management von MPS prüft parallel dazu eine Fusion mit der Banco BPM. Die Konzernspitze sieht offenbar noch ungenutztes Potenzial in der eigenen Bank. Zeitgleich rückt die italienische Börsenaufsicht Consob in den Mittelpunkt. Der designierte Chef Guido Stazi steht mit der Prüfung dieser Übernahme vor seiner ersten großen Bewährungsprobe.
Der italienische Staat bereitet unterdessen den endgültigen Ausstieg vor. Finanzminister Giancarlo Giorgetti bestätigte die Verkaufspläne für die verbleibenden 4,9 Prozent an MPS. Damit folgt Rom den Vorgaben der EU.
Morgan Stanley traut Intesa Sanpaolo für das zweite Quartal einen Nettogewinn von 2,61 Milliarden Euro zu. Das liegt über den bisherigen Erwartungen des Marktes.
Die Aktie notiert aktuell bei 6,36 Euro. Damit liegt das Papier fast auf dem heute erreichten Höchstwert von 6,39 Euro. Binnen zwölf Monaten verbuchte der Wert ein Plus von rund 29 Prozent. Die Marktkapitalisierung der Großbank liegt nun bei über 110 Milliarden Euro.
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