Das operative Geschäft brummt. Trotzdem hat die Aktie von Intuitive Surgical seit Januar massiv an Wert verloren. Institutionelle Investoren ziehen sich zurück. Nun richtet sich der Blick auf eine wichtige Zulassung in Asien.

Prominente Verkäufer machen Druck

Der Kursverfall ist deutlich. Aktuell notiert das Papier bei rund 418 US-Dollar. Damit liegt der Wert gut 30 Prozent unter dem Jahreshoch vom Januar. Prominente Verkäufer treiben die Talfahrt an. Die Schweizerische Nationalbank reduzierte ihre Position zuletzt um knapp fünf Prozent. Das verbleibende Aktienpaket ist immer noch rund 556 Millionen US-Dollar wert.

Chinesische Konkurrenten gewinnen zunehmend Marktanteile. Parallel dazu weckt der Einstieg von OpenAI in die Robotik Ängste vor neuen Rivalen. Die Folge: Das drückt die Stimmung der Anleger.

Analysten passen Ziele an

Die Experten bleiben trotz der Korrektur mehrheitlich optimistisch. Sie passen lediglich ihre Modelle an die gesunkenen Branchenbewertungen an. Das durchschnittliche Kursziel von 28 Analysten liegt aktuell bei rund 585 US-Dollar.

  • Bank of America: Kursziel von 650 auf 520 US-Dollar gesenkt.
  • Goldman Sachs: Kursziel von 621 auf 558 US-Dollar reduziert.
  • BTIG Research: Bestätigt das Ziel von 574 US-Dollar.

Alle drei Banken raten weiterhin zum Kauf der Aktie.

Der Blick richtet sich auf Tokio

Operativ liefert der Medizintechnik-Konzern weiterhin starke Zahlen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 23 Prozent auf 2,77 Milliarden US-Dollar. Wiederkehrende Einnahmen machen mittlerweile 86 Prozent des Geschäfts aus. Das sorgt für enorme Stabilität.

Nun steht ein wichtiges Ereignis an. Das japanische Gesundheitsministerium entscheidet im Juni über neue Erstattungsrichtlinien. Der Staat will künftig sieben neue robotergestützte Eingriffe bezahlen. Analysten sehen darin einen möglichen Wendepunkt für das schwächelnde Asien-Geschäft.

Diese Entscheidung bestimmt maßgeblich den weiteren Kurs. Sie entscheidet, ob Intuitive Surgical sein internationales Wachstumsziel von 13 bis 15 Prozent erreicht. Gibt die Behörde grünes Licht, könnte die Aktie ihre Lücke zum Januar-Hoch bald schließen.