Nach einem massiven Kursverlust von über 50 Prozent seit dem Allzeithoch melden sich die Käufer bei IREN zurück. Eine breite Markterholung im Sektor für KI-Infrastruktur sorgt am heutigen Freitag für spürbaren Rückenwind. Hinter der kurzfristigen Erleichterung verbirgt sich allerdings eine gewaltige logistische und finanzielle Herausforderung, denn der Aufbau der geplanten GPU-Flotte verschlingt Milliarden.
Zwischen ambitionierten Zielen und Kapitalbedarf
Das Papier schloss den regulären Handel mit einem Plus von 8,41 Prozent bei 34,28 US-Dollar ab. Dieser Sprung verlief parallel zu einer allgemeinen Markterholung, bei der auch der Nasdaq Composite deutlich zulegen konnte. Die Aktie profitiert davon, dass Investoren die Aussichten für den Ausbau von KI-Rechenzentren aktuell wieder positiver bewerten.
Der eigentliche Treiber für die langfristige Unternehmensentwicklung bleibt die ehrgeizige Expansion. Bis zum zweiten Halbjahr 2026 plant IREN den Einsatz von insgesamt 150.000 Nvidia-GPUs in seinen bestehenden Rechenzentren in British Columbia und Texas. Gelingt dieser Kraftakt, rechnet das Management bis Ende 2026 mit einer annualisierten Umsatzrate von über 3,7 Milliarden US-Dollar im Bereich der KI-Cloud. Bislang sind davon rund 2,3 Milliarden US-Dollar vertraglich gesichert.
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Diese Wachstumspläne haben einen hohen Preis. Für die kommenden Hardware-Bestellungen wird ein zusätzlicher Kapitalbedarf von etwa 3,5 Milliarden US-Dollar fällig. Zwar hat sich IREN in den vergangenen Monaten bereits über 9 Milliarden US-Dollar an Finanzierungen gesichert, unter anderem durch Kundenanzahlungen und Kredite. Ein potenzielles Aktienemissionsprogramm im Volumen von bis zu 6 Milliarden US-Dollar sorgt bei Anlegern jedoch für Unbehagen. Sollte dieses Instrument bei der aktuellen Marktkapitalisierung vollständig ausgeschöpft werden, droht eine erhebliche Verwässerung der Altaktionäre.
Microsoft-Deal als Fundament
Als solide Basis dient weiterhin der im November geschlossene Vertrag mit Microsoft. Die Vereinbarung über 200 Megawatt Kapazität bringt IREN jährlich 1,94 Milliarden US-Dollar ein. Zudem sicherte sich das Unternehmen kürzlich einen neuen Standort in Oklahoma mit 1,6 Gigawatt, was die gesamte Projektpipeline auf über 4,5 Gigawatt anhebt.
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Diese strategischen Fortschritte konnten die schwachen Zahlen des abgelaufenen Quartals nur bedingt kaschieren. Ein schwächerer Bitcoin-Preis und die laufende Umstellung der Kapazitäten von Krypto-Mining auf KI-Berechnungen führten zu einem deutlichen Verlust von 0,52 US-Dollar pro Aktie. Auch der Umsatz verfehlte mit 184,70 Millionen US-Dollar die Schätzungen der Analysten spürbar.
Bei der Vorlage der nächsten Quartalszahlen rückt der Fortschritt bei der GPU-Installation direkt in den Mittelpunkt. Das Management muss dann konkrete Belege liefern, dass die geplante Hardware-Ausweitung tatsächlich in neue, vertraglich gesicherte Umsätze mündet und das ehrgeizige Ziel von 3,7 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz realistisch bleibt.
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