IREN hat sich mit einem 9,7-Milliarden-Dollar-Vertrag von Microsoft eigentlich in der Champions League der KI-Infrastruktur positioniert. An der Börse dominiert derzeit allerdings die Skepsis. Makroökonomische Sorgen und erhebliche Umsetzungsrisiken schicken das Papier auf eine steile Talfahrt, die den Wert seit dem Rekordhoch im vergangenen November mehr als halbiert hat.
Gefährlicher Spagat
Die jüngsten Kursverluste haben handfeste Gründe. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und steigende Ölpreise setzten den ohnehin schwankungsanfälligen Titel zuletzt stark unter Druck. Allein im vergangenen Monat verlor das Papier rund ein Viertel seines Wertes.
Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Obwohl das Management bis Ende 2026 gigantische wiederkehrende Umsätze aus dem KI-Geschäft anpeilt, stammen aktuell noch 91 Prozent der Erlöse aus dem Bitcoin-Mining. Diese Abhängigkeit von den Launen des Kryptomarktes spiegelte sich auch in den jüngsten Quartalszahlen wider. Der Umsatz sank im zweiten Quartal auf 184,7 Millionen US-Dollar, unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 155,4 Millionen US-Dollar.
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Der 9,7-Milliarden-Dollar-Stresstest
Dem gegenüber steht das fundamentale Herzstück der Unternehmensstory. IREN soll für Microsoft einen riesigen KI-Rechenzentrumskomplex im texanischen Childress aufbauen und in vier Phasen mit flüssigkeitsgekühlten NVIDIA-Chips ausstatten. Der Fünfjahresvertrag bringt eine Vorauszahlung von 20 Prozent mit sich und soll nach vollständiger Inbetriebnahme jährlich fast zwei Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen. Um das zu stemmen, kauft IREN für 5,8 Milliarden US-Dollar Hardware bei Dell.
Genau hier liegt das Risiko. Der Weg vom unterschriebenen Vertrag zum tatsächlichen Umsatz erfordert eine fehlerfreie Umsetzung. Verzögerungen beim Bau, Probleme bei der Stromversorgung oder Engpässe in der Lieferkette könnten Microsoft im schlimmsten Fall zur Kündigung berechtigen.
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Analysten uneins
Diese Mischung aus enormem Potenzial und extremem operativen Risiko spaltet die Wall Street. Die Kursziele der Analysten driften ungewöhnlich weit auseinander und reichen von pessimistischen 39 bis hin zu euphorischen 125 US-Dollar. Einigkeit herrscht lediglich darüber, dass IREN bei der aktuellen Bewertung keinen Spielraum für Fehler hat.
Der nächste wichtige Termin für Investoren steht bereits fest: Am 13. Mai 2026 wird das Unternehmen seine nächsten Quartalszahlen vorlegen. Dann wird der Markt genau prüfen, ob die Meilensteine beim Rechenzentrumsbau in Texas eingehalten werden und wie sich die Profitabilität im Zuge der massiven Investitionen entwickelt.
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