Auf dem Papier sichert sich IREN derzeit historische Einnahmequellen, allen voran einen fast zehn Milliarden US-Dollar schweren Infrastruktur-Deal mit Microsoft. An der Börse spiegelt sich diese KI-Euphorie aktuell jedoch kaum wider. Stattdessen belasten enttäuschende Quartalszahlen und Verzögerungen beim Bau neuer Rechenzentren die Stimmung der Anleger spürbar.
Ein Blick auf die jüngste Kursentwicklung verdeutlicht den Kontrast. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 36,21 Euro notiert das Papier mittlerweile gut 45 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch vom vergangenen November. Dabei lesen sich die Auftragsbücher beeindruckend. Ein mehrjähriger Vertrag mit Microsoft über die Bereitstellung von GPU-Cloud-Infrastruktur soll rund 1,9 Milliarden US-Dollar an jährlichen wiederkehrenden Einnahmen einbringen, sobald die Anlagen vollständig in Betrieb sind. Dafür rüstet das Unternehmen seine flüssigkeitsgekühlten Rechenzentren in Texas bis 2026 in vier Phasen auf.
Flottenausbau trifft auf operative Hürden
Um die gewaltige Nachfrage zu bedienen, beschleunigt das Management den Hardware-Einkauf. Anfang März wurden Verträge über 50.000 weitere NVIDIA-Grafikprozessoren unterzeichnet, was die Gesamtflotte auf 150.000 Einheiten anwachsen lässt. Finanziert wird dieser Schritt durch Kredite in Höhe von 3,6 Milliarden US-Dollar zu einem Zinssatz von unter sechs Prozent.
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Allerdings hinkt die operative Umsetzung den ehrgeizigen Plänen hinterher. Das zweite Geschäftsquartal lieferte mit einem Umsatzrückgang auf 184,7 Millionen US-Dollar und einem Nettoverlust von 155,4 Millionen US-Dollar einen klaren Dämpfer.
Prognosekürzungen belasten das Sentiment
Verantwortlich für die Zurückhaltung der Investoren sind handfeste fundamentale Sorgen. Das Wachstum im neuen KI-Cloud-Geschäft verläuft langsamer als erhofft, während gleichzeitig Bauverzögerungen den Zeitplan gefährden. Hinzu kommt eine schwächelnde Basis im traditionellen Bitcoin-Mining, die weiterhin unter Preisschwankungen und regulatorischen Risiken leidet.
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Diese Kombination führte zu deutlichen Korrekturen bei den Erwartungen. Die Umsatzprognosen für die Geschäftsjahre 2026 und 2027 wurden von 1,3 Milliarden auf knapp 569 Millionen US-Dollar zusammengestrichen. Angesichts eines Kurs-Gewinn-Verhältnisses von über 36 ist in der aktuellen Bewertung bereits ein reibungsloses zukünftiges Wachstum eingepreist, was den Titel anfällig für weitere Enttäuschungen macht.
Am 13. Mai 2026 legt IREN die Ergebnisse für das dritte Quartal vor. Der Fokus der Investoren wird dabei vollständig auf der Umsatzentwicklung im KI-Cloud-Segment liegen. Nur signifikante Fortschritte bei der Abarbeitung des milliardenschweren Auftragsbestands können die hohe fundamentale Bewertung des Unternehmens rechtfertigen und die Sorgen über Bauverzögerungen entkräften.
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