iShares Latin America ETF: Öl-Dilemma

Der iShares MSCI EM Latin America ETF profitiert von hohen Rohstoffpreisen, während die Inflation in Brasilien steigt. Die Indexstruktur hilft, Klumpenrisiken zu begrenzen.

iShares MSCI EM Latin America UCITS ETF USD (Dist) Aktie
Kurz & knapp:
  • ETF verzeichnet starkes Plus seit Jahresbeginn
  • Hohe Ölpreise heizen Inflation in Brasilien an
  • Indexstruktur reduziert Abhängigkeit von Einzelwerten
  • Kurs nahe 52-Wochen-Hoch nach jüngstem Aufschwung

Lateinamerikas Märkte sitzen in der Falle. Während hohe Ölpreise die Kassen der Rohstoffriesen füllen, treiben sie parallel die Inflation in Brasilien nach oben. Seit Jahresbeginn verbucht der iShares MSCI EM Latin America ETF dennoch ein Plus von 23,69 Prozent.

Die Teuerung in Brasilien beschleunigte sich im März auf 4,14 Prozent. Damit nähert sich die Rate dem oberen Ende des Zielkorridors der Zentralbank. Vor allem steigende Transport- und Treibstoffkosten belasten die größte Volkswirtschaft der Region.

Der Konflikt im Nahen Osten wirkt hier wie ein Brandbeschleuniger. Rohöl der Sorte Brent schwankt derzeit zwischen 91 und 99 US-Dollar pro Barrel. Das stützt zwar die Exporterlöse von Schwergewichten wie Petrobras, heizt aber die heimischen Preise an.

Struktur gegen Klumpenrisiken

Der ETF verwaltet rund 1,9 Milliarden Euro. Durch seine Indexstruktur begrenzt er die Dominanz einzelner Konzerne wie Vale oder Petrobras. Das schützt vor Klumpenrisiken in volatilen Rohstoffphasen. Mit einer Gesamtkostenquote von 0,20 Prozent bleibt das Vehikel für langfristige Strategien wettbewerbsfähig.

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Zuletzt zeigte sich der Kurs stabil. Am Freitag schloss der ETF bei 19,76 Euro, nur knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch von 19,87 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von über neun Prozent zu Buche.

Termine für die neue Woche

In der kommenden Woche rückt der Fokus auf externe Faktoren:

  • 21. April: US-Einzelhandelsdaten könnten den US-Dollar stärken und Schwellenländerwährungen unter Druck setzen.
  • 23. April: Weltweite Einkaufsmanagerindizes (PMI) geben Aufschluss über die globale Rohstoffnachfrage.

Die entscheidende Marke bleibt die Inflationsstabilität in Brasilien. Sollte der Ölpreis dauerhaft über 95 US-Dollar verharren, dürfte die Zentralbank die Zinsen länger hoch halten als vom Markt eingepreist. Anleger achten am Donnerstag auf die PMI-Daten, um die industrielle Dynamik der Region neu zu bewerten.

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