Ein gemeldeter zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran hat Anfang dieser Woche eine globale Erholungsrally ausgelöst. Der iShares MSCI ACWI ETF profitierte davon unmittelbar — am 7. April legte er um mehr als 3 % zu.

Ölpreisrückgang als Schlüsselfaktor

Der Auslöser war weniger der Waffenstillstand selbst als seine Folgewirkung auf den Energiemarkt. Die Aussicht auf entspanntere Lieferbedingungen durch die Straße von Hormus ließ den Ölpreis um rund 15 % einbrechen. Günstigere Energiekosten verbessern den Inflationsausblick — und damit auch die Erwartungen an die Zinsentwicklung. Das trieb Anleger zurück in Risikoanlagen.

Synchron dazu zogen die Leitindizes weltweit an: Nikkei, Kospi, Stoxx 600 und S&P 500 verzeichneten allesamt deutliche Gewinne. Für einen global diversifizierten Fonds wie den ACWI ETF war das ein ideales Umfeld.

Tech-Gewichtung zahlt sich aus

Besonders der hohe Technologieanteil von über 27 % des Portfolios erwies sich als Vorteil. Schwergewichte wie NVIDIA, Apple und Alphabet gehörten zu den Profiteuren der Rally. Die USA machen mit knapp 64 % den größten geografischen Anteil des Fonds aus — entsprechend stark schlug die Erholung am US-Markt durch.

Mit einem verwalteten Vermögen von rund 28 bis 29 Milliarden US-Dollar und einer Gesamtkostenquote von 0,32 % zählt der ETF zu den größeren Produkten seiner Klasse. Seit Jahresbeginn steht der Fonds dennoch mit rund 5,4 % im Minus — die Wochenbewegung zeigt, wie empfindlich das Portfolio auf geopolitische Signale reagiert.