iShares MSCI Global Semiconductors: Nvidia-SK Hynix Allianz stoppt Ausverkauf

Nach einem massiven Ausverkauf erholt sich der iShares-Chip-ETF dank einer Partnerschaft zwischen Nvidia und SK Hynix.

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Kurz & knapp:
  • ETF erholt sich um 1,53 Prozent
  • Broadcom enttäuscht mit KI-Prognose
  • Nvidia und SK Hynix kooperieren
  • Marktexperten sehen gesunde Korrektur

Der Chipsektor erlebt Tage der Extreme. Am Freitag vernichtete ein massiver Ausverkauf weltweit über eine Billion Dollar an Marktwert. Ein brutaler Einschnitt. Heute klettert der iShares MSCI Global Semiconductors ETF wieder auf 18,56 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von 1,53 Prozent. Seit Januar steht dennoch ein gewaltiger Zuwachs von rund 88 Prozent auf der Anzeigetafel.

Zinsangst trifft auf Prognose-Dämpfer

Der Absturz am Freitag hatte zwei konkrete Auslöser. Broadcom lieferte zwar starke Quartalszahlen. Das Management verfehlte aber die Erwartungen für den künftigen KI-Chip-Umsatz. Eine Anhebung der Jahresprognose blieb aus.

Parallel dazu meldete die US-Regierung überraschend robuste Arbeitsmarktdaten. Das dämpft die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der Notenbank. Hohe Zinsen verteuern die massiven Investitionen in neue KI-Rechenzentren.

Nvidia und SK Hynix schmieden Allianz

Ein neuer Deal stoppt nun den Abwärtstrend. Nvidia und SK Hynix haben eine mehrjährige Technologiepartnerschaft geschlossen. Die Konzerne entwickeln gemeinsam Speicherchips der nächsten Generation. Diese HBM4-Speicher sind für Nvidias kommende Vera-Rubin-Plattform gedacht. Erste Auslieferungen planen die Unternehmen für das dritte Quartal 2026.

Beide Tech-Giganten gehören zu den Schwergewichten im iShares-ETF. Die Nachricht stärkt die fundamentalen Aussichten des Portfolios direkt. SK Hynix plant eine Verdopplung der Produktionskapazitäten. Konzernchef Chey Tae-won rechnet bis ins Jahr 2030 mit Engpässen bei KI-Speichern.

Korrektur statt Trendwende

Marktbeobachter werten den jüngsten Kursrutsch als gesunde Bereinigung. Der Sektor war im Vorfeld stark überkauft. Ohsung Kwon, Aktienstratege bei Wells Fargo, sieht das Ende des Bullenmarktes noch nicht erreicht. Der knapp 4,8 Milliarden Euro schwere ETF bildet diese Entwicklung physisch ab. Er investiert nach ESG-Kriterien in Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern.

Der kurzfristige Trend bleibt volatil. Auf Wochensicht verzeichnet der Fonds noch ein Minus von knapp vier Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt verläuft aktuell bei 15,12 Euro. Diese Marke bietet einen massiven Puffer nach unten. Hält die neue Chip-Allianz die Fantasie der Investoren aufrecht, rückt das Rekordhoch von 19,66 Euro schnell wieder in den Fokus.

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