Globale Aktienmärkte trotzen derzeit einem schwierigen Mix aus geopolitischen Spannungen und positiven Wirtschaftsdaten. Der iShares Core MSCI World ETF nähert sich seinem Rekordhoch, während die Lage im Nahen Osten eskaliert. Das Tauziehen zwischen sinkender Inflation und steigenden Energiekosten prägt das Geschehen.

US-Inflation und Bankgewinne stützen

Die US-Verbraucherpreise sorgten im Juni für Entspannung. Die Inflation sank auf 3,5 Prozent. Im Mai hatte dieser Wert noch bei 4,2 Prozent gelegen.

Die Märkte passten ihre Erwartungen sofort an. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Juli fiel deutlich auf 15 Prozent. Parallel dazu lieferten große US-Banken wie Goldman Sachs starke Quartalszahlen.

IBM enttäuschte hingegen massiv. Die Aktie stürzte nach einem schwachen Umsatzausblick um 25 Prozent ab.

Energiepreise steigen durch Nahost-Konflikt

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran belastet die Stimmung. Brent-Öl verteuerte sich auf über 85 Dollar je Barrel. Dies markiert den höchsten Stand seit Mitte Juni.

Vor allem europäische Märkte reagierten empfindlich. Der Leitindex Stoxx 600 gab um 0,62 Prozent nach. Besonders Reise- und Freizeitwerte gerieten unter Druck.

BlackRock unter juristischem Druck

Fünf Tech-Giganten treiben die Rendite des Weltindex weiter an. Apple, Nvidia, Microsoft, Alphabet und Amazon bleiben die wichtigsten Stützen. Seit Jahresbeginn verbucht der ETF ein Plus von 13 Prozent.

Der Kurs liegt mit 126,30 Euro stabil im Markt. Technische Indikatoren wie der Relative-Stärke-Index zeigen eine ausgewogene Dynamik. Eine Überhitzung liegt aktuell nicht vor.

Anbieter BlackRock sieht sich indes mit einer Klage konfrontiert. Investoren werfen dem Konzern in New York Fehlklassifizierungen von Dividenden vor. Zudem beschränkte der Vermögensverwalter die Auszahlungen bei einem milliardenschweren Kreditfonds.

Der iShares Core MSCI World notiert nur 0,41 Prozent unter seinem Allzeithoch. Die Marke von 126,81 Euro bleibt das nächste Ziel für den Kurs. Hält die Entspannung bei den US-Inflationsdaten an, könnte dieser Ausbruch kurzfristig gelingen.