Der eskalierende Nahost-Konflikt hält die globalen Aktienmärkte fest im Griff. Widersprüchliche Meldungen über mögliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sorgen für extreme Schwankungen bei den Ölpreisen. Diese geopolitische Unsicherheit schlägt nun voll auf breit gestreute Anlagevehikel durch, die stark in Industrienationen investiert sind.
US-Dominanz als zweischneidiges Schwert
Mit einem Anteil von rund 70 Prozent dominieren US-Aktien den zugrundeliegenden Index. Diese hohe Konzentration führt dazu, dass die aktuellen Kapriolen an der Wall Street nahezu eins zu eins auf den ETF durchschlagen. Am Montag sorgten Aussagen von US-Präsident Donald Trump über angebliche Gespräche mit dem Iran für eine kurze Erleichterungsrally. Einen Tag später gab der S&P 500 diese Gewinne teilweise wieder ab, da Teheran die Verhandlungen dementierte und die Rohölpreise erneut anzogen.
Auch die asiatischen Märkte, die einen wichtigen Teil des restlichen Portfolios ausmachen, gerieten unter die Räder. Die Sorge vor einer Ausweitung des Krieges sorgte in Japan und Südkorea zeitweise für deutliche Kursverluste, bevor sich die Lage leicht stabilisierte.
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Zinswende rückt in weite Ferne
Die massiven Schwankungen am Ölmarkt verkomplizieren das makroökonomische Bild erheblich. Steigende Energiekosten heizen die Inflation an und zwingen die Notenbanken, ihre Geldpolitik länger restriktiv zu halten. Märkte preisen baldige Zinssenkungen zunehmend aus, was besonders die hoch gewichteten Wachstumssektoren im Portfolio belastet.
Technisch hinterlässt der jüngste Abverkauf deutliche Spuren: Mit einem RSI (14 Tage) von 20,4 gilt der ETF aktuell als stark überverkauft. Der Schlusskurs vom Dienstag bei 179,86 US-Dollar markiert zudem einen spürbaren Abstand zur wichtigen 50-Tage-Linie.
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Trügerische Erholung
Obwohl die Handelswoche zunächst positiv startete, bleibt die fundamentale Marktbreite schwach. Die Zahl der fallenden Aktien übersteigt die der steigenden Titel deutlich, während gleichzeitig neue 52-Wochen-Tiefs dominieren. Goldman Sachs Asset Management sieht in der Nahost-Eskalation zwar nur ein moderates Risiko für das langfristige globale Wachstum. Kurzfristig fehlt es den Börsen jedoch an positiven Impulsen, um den seit vier Wochen anhaltenden Verkaufsdruck nachhaltig zu brechen.
Die weitere Entwicklung des ETFs bleibt vorerst eng an die geopolitische Nachrichtenlage gekoppelt. Ohne eine verlässliche Deeskalation im Nahen Osten und eine Beruhigung der Ölpreise fehlt den globalen Industrieländer-Aktien das Fundament für eine stabile Aufwärtsbewegung. Bis die nächsten Inflationsdaten Klarheit über den geldpolitischen Kurs der Notenbanken schaffen, dominiert die Unsicherheit das Marktgeschehen.
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