Die US-Notenbank hält den Druck auf die Aktienmärkte aufrecht. Das bedeutet massiven Gegenwind für hoch bewertete Wachstumsaktien. Parallel dazu bereitet sich der weltweit wichtigste Aktienindex auf einen prominenten Neuzugang vor.

Unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh bleiben die Zinsen unverändert. Der Leitzins verharrt bei bis zu 3,75 Prozent. Die hartnäckige Inflation zwingt die Notenbanker zu dieser strengen Linie.

Im Mai kletterte die US-Teuerungsrate auf 4,2 Prozent. Das markiert den höchsten Stand seit über drei Jahren. Die Folge: Kursverluste für den iShares MSCI World ETF. Der Nettoinventarwert fiel am Mittwoch auf gut 200 US-Dollar.

SpaceX rückt in den Index auf

Das Portfolio des ETFs wird stark von US-Technologiewerten dominiert. Schwergewichte wie Nvidia, Apple und Microsoft geben den Takt vor. Ende Juni kommt ein weiterer Wachstumstreiber hinzu.

Nach dem Börsengang rückt SpaceX in die MSCI-Indizes auf. Die offizielle Aufnahme erfolgt voraussichtlich am 29. Juni 2026. Damit baut der Fonds sein Engagement im Industriesektor weiter aus.

Dividende sinkt spürbar

Am heutigen Donnerstag schüttet der ETF seine halbjährliche Dividende aus. Investoren erhalten 1,34 US-Dollar je Anteil. Das entspricht einem Rückgang von rund zehn Prozent gegenüber der letzten Zahlung.

Im Hintergrund laufen wichtige Weichenstellungen für die Indexzusammensetzung. MSCI veröffentlicht am späten Abend seinen Bericht zur Marktzugänglichkeit. Dieser Report liefert die Basis für die jährliche Länderklassifizierung am 23. Juni.

Änderungen in der Einstufung von Schwellen- und Industrieländern lösen oft massive Umschichtungen aus. Für den acht Milliarden US-Dollar schweren ETF ergeben sich daraus neue Gewichtungen. Die exakte Zusammensetzung steht in wenigen Tagen fest.