Genau ein Jahr nach dem Börsencrash durch Trumps „Liberation Day“-Zölle trifft eine neue Zollwelle den weltweit größten MSCI-World-ETF. Gleichzeitig gerät der Marktführer von BlackRock von zwei weiteren Seiten unter Druck: einem eskalierenden Gebührenkrieg und einer bevorstehenden Indexreform, die das Portfolio grundlegend verändern könnte.
Neue Zölle, alte Wunden
Zum ersten Jahrestag seiner globalen Zolloffensive verhängte Präsident Trump neue Abgaben auf Pharmazeutika — 100 Prozent auf patentierte Wirkstoffe und Produkte — sowie verschärfte Zölle von 50 Prozent auf Waren aus Aluminium, Stahl und Kupfer. Beide Maßnahmenpakete wurden als sogenannte Section-232-Zölle per Proklamation erlassen. Für größere Pharmaunternehmen greifen die neuen Abgaben nach 120 Tagen.
Für den iShares Core MSCI World UCITS ETF ist das ein direkter Gegenwind. Nvidia, Apple und Microsoft zählen zu den größten Einzelpositionen des Fonds — Konzerne, die einen erheblichen Teil ihrer Komponenten aus Asien beziehen. Wirtschaftsanalysten schätzen, dass die neuen Zölle das globale Wachstum bremsen und die Inflation um rund 0,5 Prozentpunkte treiben könnten.
Die Bilanz des vergangenen Jahres ist ernüchternd: Die ursprünglichen Zölle lösten einen Börsencrash aus, wurden mehr als 50 Mal verändert und endeten schließlich vor dem Obersten Gerichtshof — der sie mit 6:3-Stimmen für verfassungswidrig erklärte und Rückerstattungen von rund 166 Milliarden Dollar an über 330.000 Unternehmen anordnete.
Gebührenkrieg spitzt sich zu
Parallel dazu verschärft sich der Kostenwettbewerb. Invesco senkte die Verwaltungsgebühr seines MSCI-World-ETF ab dem 1. April 2026 von 0,19 auf 0,05 Prozent jährlich — und beansprucht damit die günstigste Positionierung im Segment. UBS hatte bereits im Mai 2025 auf 0,06 Prozent gesenkt, BNP Paribas folgte im September 2025 mit ebenfalls 0,05 Prozent.
Der BlackRock-Fonds hält mit einer Gesamtkostenquote von 0,20 Prozent p.a. deutlich mehr als die günstigsten Konkurrenten. Sein Vorteil liegt woanders: Mit einem verwalteten Vermögen von rund 108,8 Milliarden Euro und einer Tracking Difference von lediglich 0,02 Prozent bleibt er der präziseste und volumenstärkste Tracker des Index.
Methodenreform im Mai
Die strukturell bedeutendste Veränderung steht im Mai 2026 an. MSCI reformiert dann seine Methodik zur Berechnung des Free Float grundlegend — mit drei neuen Kategorien und differenzierten Rundungsregeln. Das März-Rebalancing war das letzte unter den alten Regeln; MSCI hielt die Anpassungen dort bewusst minimal.
Erste Anzeichen einer Neuausrichtung zeigten sich bereits im ersten Quartalsreview 2026: US-Aktien wurden netto reduziert — erstmals seit Jahren. Neue Positionen wie AST SpaceMobile und FTAI Aviation deuten auf eine Rotation in KI-Infrastruktur und Satellitenkommunikation hin. Ob das Mai-Rebalancing diese Tendenz verstärkt oder die bestehende Megacap-Konzentration durch die neuen Regeln weiter festigt, wird sich am nächsten regulären Überprüfungstermin zeigen. Der nächste Ex-Dividenden-Termin ist für den 15. Juni 2026 angesetzt — nach einer Phase, in der das Dividendenwachstum die 20-Prozent-Marke im Jahresvergleich überschritten hat.
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