Italian Sea Group: 23,5 Prozent in einer Woche

Luxuswerft startet operative Vollauslastung nach Sanierungsverfahren. Aktie erholt sich mit Wochenplus von 23,5 Prozent.

The Italian Sea Group Aktie
Kurz & knapp:
  • Wiederaufnahme der vollen Werftkapazität
  • Aktie steigt um über sieben Prozent
  • Gericht überwacht Restrukturierungsprozess
  • Neue Yacht-Modelle in der Fertigung

Die Werften der Italian Sea Group sollen ab Anfang Juni wieder unter Volldampf laufen. Nach massiven Verlusten und einem gefährlichen Kapitalschwund plant der Luxusyacht-Spezialist die Rückkehr zur vollen operativen Kapazität.

Die Marktreaktion fällt deutlich aus. Mit einem Plus von 7,20 Prozent kletterte das Papier am Montag auf 1,61 Euro. Damit setzt sich die Erholung fort, die den Kurs innerhalb einer Woche um 23,50 Prozent nach oben trieb.

Sanierung unter Aufsicht

Hintergrund der operativen Offensive ist ein tiefgreifender Umbau. Nachdem das Grundkapital infolge hoher Verluste unter das gesetzliche Minimum gerutscht war, leitete das Management ein Sanierungsverfahren ein. Ein gerichtlich bestellter Experte überwacht nun die Restrukturierung auf Basis des Dekrets 14/2019, während Schutzmaßnahmen das Vermögen vor Gläubigerzugriffen bewahren.

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Fortschritte im Dock

In den Docks herrscht trotz der Krise Betriebsamkeit. Die „Spribe“, das erste Modell der neuen 50-Meter-Reihe Admiral Panorama, hat die Probefahrten auf See beendet. Die Übergabe an den Eigner ist für Juli vorgesehen, eine weitere Einheit soll im September folgen.

Die hauseigene Innenausbau-Sparte Celi 1920 arbeitete während der gesamten Phase ohne Unterbrechung weiter. Dies sicherte die Qualität der laufenden Projekte, während die Werftkapazitäten nun schrittweise wieder hochgefahren werden.

In den türkischen Werften des Konzerns wird derweil an der „Tecnomar for Lamborghini 101“ gearbeitet. Der 31 Meter lange Rumpf soll bald zur Endausstattung nach Italien überführt werden. Ein weiteres Großprojekt mit 88 Metern Länge wird dort im Herbst erwartet.

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Diese Projekte unterstreichen die internationale Ausrichtung der Gruppe und die Fortführung des Kerngeschäfts trotz finanzieller Hürden. Das Management setzt darauf, durch die termingerechte Fertigstellung das Vertrauen der anspruchsvollen Klientel zurückzugewinnen.

Ende 2025 unterzeichnete Verträge für maßgeschneiderte Yachten befinden sich aktuell in der Designphase. Die Kiellegung dieser Schiffe mit Längen von über 80 Metern ist für das Jahr 2026 geplant.

CEO Giovanni Costantino lässt den Sanierungsplan von Beratern begleiten und fokussiert sich auf die Liquiditätssteuerung. Die Teilnahme an der Monaco Yacht Show im September gilt als Signal der Handlungsfähigkeit an den internationalen Markt.

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