Der britische Elektrolyseur-Hersteller ITM Power zieht derzeit massiv Liquidität an. Auf Handelsplattformen gehört das Papier zu den meistgehandelten Werten, während Investoren sich im Wasserstoffsektor neu positionieren. Die hohe Konzentration von Kauforders fällt in eine entscheidende Phase. Das Unternehmen muss nun beweisen, dass der Sprung von der reinen Projektentwicklung zur industriellen Großskalierung gelingt.
Nach deutlichen Kursbewegungen Anfang April konsolidiert die Aktie aktuell im Bereich von 134 Pence. Marktbeobachter werten die anhaltend hohen Umsätze als Zeichen einer aktiven Neuausrichtung großer Adressen.
Fokus auf internationale Großprojekte
Nach erfolgreichen Finanzierungsrunden richtet sich der Blick der Marktteilnehmer auf die Projektpipeline. Im Zentrum des Interesses stehen anstehende finale Investitionsentscheidungen, sogenannte FIDs. Eine Schlüsselrolle spielt dabei ein erwartetes 300-Megawatt-Projekt im asiatisch-pazifischen Raum. Ein positiver Beschluss würde die internationale Präsenz der Briten weit über den europäischen Kernmarkt hinaus erweitern.
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Parallel dazu umfasst das Orderbuch weitere Großanlagen vor der finalen Freigabe:
* Humber H2ub (Großbritannien): Eine 120-Megawatt-Anlage mit anvisiertem Betriebsstart 2029. ITM Power hat hierfür bereits einen Design-Vertrag über mehrere POSEIDON-Module unterzeichnet.
* Netzbrücke 410 (Deutschland): Eine 30-Megawatt-Anlage zur Netzstabilisierung in Rüstringen. Die finale Investitionsentscheidung wird für den späteren Jahresverlauf erwartet.
Operative Fortschritte stützen Liquidität
Auf operativer Ebene liefert das Unternehmen bereits konkrete Fortschritte. Das von MorGen Energy geleitete Projekt in West Wales erreichte kürzlich die finale Investitionsentscheidung. Die 20-Megawatt-Anlage soll ab 2028 jährlich rund 2.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren.
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Hinzu kommt die Installation der standardisierten NEPTUNE-V-Systeme. Für das nordenglische Werk des Konsumgüterherstellers Kimberly-Clark existiert bereits ein Vertrag mit Octopus Energy Generation. Diese modularen Einheiten lassen sich schnell aufbauen und bilden den Kern der Strategie, über standardisierte Produkte die Umsätze zu steigern.
Finanzieller Spielraum wächst
Finanziell sieht sich der Anlagenbauer gut gerüstet. Kürzlich hob das Management die Prognose für die liquiden Mittel zum Geschäftsjahresende im April an. Die Spanne liegt nun zwischen 210 Millionen und 215 Millionen Britischen Pfund. Frische Zeichnungsgelder und staatliche Zuschüsse machten diese Korrektur nach oben möglich.
Der Auftragsbestand belief sich Anfang des Jahres auf rund 152 Millionen Pfund. Investoren fordern nun, dass sich diese Volumina in den Büchern niederschlagen. Im August präsentiert ITM Power die vorläufigen Jahreszahlen. Dann muss das Management belegen, dass die wiederkehrenden Aufträge tatsächlich zu sinkenden operativen Verlusten führen.
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