Ein britischer Elektrolyseur-Hersteller und ein deutscher Rüstungskonzern — diese Kombination hat den Wasserstoffmarkt aufgeweckt. ITM Power erlebt gerade eine Woche, die das Unternehmen grundlegend verändern könnte.
86,5 Millionen Pfund vom Staat
Die britische Regierung stellt ITM Power ein Finanzierungspaket von insgesamt 86,5 Millionen Pfund bereit. Davon kommen 40 Millionen Pfund von Great British Energy, dem staatlichen Energieinvestor. Im Gegenzug hält der Staat künftig rund 10,8 Prozent der Anteile an ITM Power.
Weitere 46,5 Millionen Pfund sollen als Zuschuss vom Energieministerium fließen. Dieser Teil steht allerdings noch unter Vorbehalt: Eine Beihilfeprüfung läuft, das Ergebnis wird bis Juni 2026 erwartet.
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Das Geld fließt in eine neue automatisierte Fertigungslinie am Standort Sheffield. Dort will ITM Power seine „Chronos“-Elektrolyseur-Stacks mit einer Kapazität von einem Gigawatt pro Jahr produzieren. Über 400 Stellen sollen entstehen.
Rheinmetall bringt die Fantasie
Noch stärker als die Staatshilfe hat die Partnerschaft mit Rheinmetall den Kurs bewegt. Am 17. April 2026 gaben beide Unternehmen eine Zusammenarbeit bekannt. Das Ziel: synthetische Kraftstoffe für NATO-Streitkräfte.
Rheinmetalls „Giga PtX“-Projekt plant mehrere hundert dezentrale Produktionsanlagen quer durch Europa. Jede Anlage soll eine Elektrolysekapazität von bis zu 50 Megawatt haben und jährlich bis zu 7.000 Tonnen E-Fuel produzieren. ITM Power liefert die Elektrolyseure. Den Anfang macht die Zusammenarbeit im britischen Markt.
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Die Nachricht traf den Markt mit voller Wucht. Die ITM-Aktie sprang am selben Tag um bis zu 42 Prozent auf 133,65 Pence. Schon am 9. April hatte das Papier nach der Bekanntgabe der Staatsfinanzierung rund 11 Prozent zugelegt.
Sektor zieht mit
Der Kurssprung bei ITM Power blieb kein Einzelfall. Plug Power legte am 20. April um knapp 16 Prozent auf 3,22 US-Dollar zu. Nel ASA stieg am heutigen Handelstag um rund 3 Prozent auf 2,51 Norwegische Kronen.
Die Kombination aus staatlicher Förderung und industrieller Nachfrage — gerade aus dem Verteidigungssektor — gibt dem lange gebeutelten Wasserstoffsegment neuen Rückenwind. Ob ITM Power die gestiegenen Erwartungen operativ einlösen kann, hängt maßgeblich davon ab, ob die ausstehende Beihilfeprüfung grünes Licht gibt und die Chronos-Linie in Sheffield planmäßig hochfährt.
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