Bei ITM Power klaffen die Welten derzeit weit auseinander. Während Großbanken ihre Kursziele massiv nach oben schrauben und die Papiere des Wasserstoff-Spezialisten auf ein Mehrjahreshoch treiben, machen Privatanleger Kasse. Die Aktie erreichte in dieser Woche in der Spitze 174,80 Pence. Hinter den Kulissen baut sich indes Spannung auf: In wenigen Wochen fällt eine richtungsweisende Subventionsentscheidung.
Großbanken kaufen, Privatanleger verkaufen
Die jüngste Kursrally wird maßgeblich von institutioneller Seite getrieben. Jefferies hob die Einstufung auf „Buy“ und schraubte das Kursziel auf 200 Pence. Auch Morgan Stanley sieht Potenzial, verdreifachte das Ziel nahezu auf 170 Pence und verweist auf einen möglichen operativen Breakeven bis zum Geschäftsjahr 2028.
Auf der Gegenseite nutzen Privatanleger die hohen Kurse für Verkäufe. Auf der Handelsplattform AJ Bell avancierte ITM Power zuletzt zum meistverkauften Wert und überholte dabei Standardwerte wie Shell. Zeitweise wechselten an einem einzigen Handelstag über 13 Millionen Aktien den Besitzer.
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Rekordumsatz trifft auf hohe Bewertung
Operativ liefert das Management Argumente für den Optimismus. Im ersten Geschäftshalbjahr 2026 verbuchte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 18 Millionen Pfund. Die Prognose für das Gesamtjahr stieg auf bis zu 43 Millionen Pfund. Parallel dazu wuchs das Auftragsbuch auf 152 Millionen Pfund an, wobei das Management nun den Großteil der Verträge als profitabel einstuft.
Allerdings bleibt die Profitabilität auf Konzernebene eine Baustelle. Der Vorsteuerverlust weitete sich zuletzt auf über 45 Millionen Pfund aus. Das ruft Skeptiker wie die UBS auf den Plan. Die Schweizer Großbank belässt ihr Kursziel bei 60 Pence und warnt vor einer Überhitzung. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 38 sei die Bewertung der fundamentalen Realität weit vorausgeeilt. Ein komfortables Finanzpolster federt die Verluste ab: ITM Power ist schuldenfrei und verfügt über liquide Mittel in dreistelliger Millionenhöhe.
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Warten auf die Chronos-Entscheidung
Der eigentliche Katalysator für die künftige Entwicklung steht unmittelbar bevor. Ende Mai entscheidet die britische Regierung über einen millionenschweren Zuschuss für die neue Chronos-Produktionslinie. Diese nächste Elektrolyseur-Generation soll die Leistung pro Einheit verdreifachen und gleichzeitig die Kosten um 40 Prozent senken.
Fällt die Prüfung unter dem britischen Subventionskontrollgesetz positiv aus, will das Management umgehend die finale Investitionsentscheidung für den Ausbau am Standort Sheffield treffen. Ziel ist eine Kapazität von einem Gigawatt bis 2028.
Neben der Subventionsfrage warten weitere konkrete Impulse auf die Aktionäre. Die Ergebnisse der zweiten britischen Wasserstoff-Vergaberunde stehen an. Zudem könnte eine finale Investitionsentscheidung für das 120-Megawatt-Projekt von Uniper in der Humber-Region das Auftragsbuch von ITM Power kurzfristig weiter füllen.
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