Gestern gab die Aktie von ITM Power um 4,9 Prozent nach und ging bei 1,07 Euro aus dem Handel. Das Unternehmen steuert auf einen wichtigen Berichtstermin zu, an dem das abgelaufene Geschäftsjahr detailliert offengelegt wird.

Bilanztermin am 19. Oktober rückt näher

Am 19. Oktober 2026 legt der britische Wasserstoffspezialist seine vorläufigen Ergebnisse für das zum 30. April 2026 beendete Geschäftsjahr vor. Für 9:00 Uhr ist eine Präsentation für Analysten und Investoren angesetzt.

Nach den operativen Schritten der vergangenen Monate dürften Marktteilnehmer die Zahlen aufmerksam prüfen. Das Management wird darlegen müssen, wie sich die jüngsten Initiativen im abgelaufenen Geschäftsjahr finanziell ausgewirkt haben.

Angepasste Verlustprognose vor Jahresabschluss

Vor gut einer Woche passte das Unternehmen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 an. Der bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll sich voraussichtlich auf 20 Millionen bis 21 Millionen Pfund belaufen.

Dies entspricht einer Verbesserung um 27 Prozent im Vergleich zur vorherigen Prognose sowie einem Rückgang um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Erwartungen für den Umsatz und den Kassenbestand blieben hingegen unverändert.

Die Entwicklung unterstreicht die Bemühungen, Kosten zu senken und die finanzielle Disziplin bei der Abwicklung laufender Vorhaben zu wahren. Eine solide Liquidität gilt in der Branche als wesentliche Voraussetzung für großvolumige Industrieaufträge.

Projektierung für europäischen Raffineriesektor

Parallel dazu meldete die Konzerntochter Hydropulse am Montag eine Grundsatzvereinbarung mit einer europäischen Erdölraffinerie. Für ein geplantes Vorhaben mit einer Leistung von 150 Megawatt sollen Alpha-Elektrolyseure zum Einsatz kommen.

Vorgesehen ist eine Vereinbarung mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Derzeit läuft die Vorplanung über eine FEED-Studie, während die finale Investitionsentscheidung für das Jahr 2027 angestrebt wird. Eine kommerzielle Produktion ist für 2029 anvisiert.

Obwohl die Vereinbarung noch vor einer endgültigen vertraglichen Bestätigung steht, signalisiert sie Potenzial für künftige Kapazitäten. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Kursplus von 48 Prozent, wenngleich kurzfristige Schwankungen das Handelsgeschehen prägen.