Iveco hält an den Investitionen in seine italienischen Standorte fest. Vorstandschef Olof Persson erklärte am Dienstag, die Vorhaben für Foggia, Brescia und Turin seien bestätigt und bereits in Umsetzung. Turin bleibe dabei ein Zentrum für Entwicklung und Software.

Standorte und industrielle Eigenständigkeit

Nach Unternehmensangaben soll Iveco seinen Hauptsitz in Turin behalten. Auch die Marken, Teams und die industrielle Präsenz sollen innerhalb des gemeinsamen Unternehmens mit Tata Motors ihre eigenständige Identität bewahren.

Gewerkschaften verlangen unterdessen Medienberichten zufolge längerfristige industrielle Garantien. Sie streben Gespräche an, um die Beschäftigung in Turin abzusichern. Die Forderungen richten sich damit auf die langfristige Absicherung der Standorte.

Tata-Vorsitzender Natarajan Chandrasekaran stellte am Dienstag für die kommenden fünf Jahre höhere Absatzmengen und deutlich steigende Umsätze in Aussicht. Zugleich erwartet er eine Verbesserung des Margenprofils. Nach Angaben der Unternehmen verfügt das gemeinsame Geschäft über einen Umsatz von rund 21 Milliarden Euro und ist in mehr als 130 Ländern tätig.

Ergebnisdruck begleitet die Investitionspläne

Die Bestätigung der Investitionen fällt in eine Phase schwacher Profitabilität. Im dritten Quartal 2026 stieg der Konzernumsatz um 1,4 Prozent auf 3,16 Milliarden Euro. Iveco nannte qualitätsbezogene Aufwendungen, einen ungünstigen Produktmix und Inflation als Belastungen.

Das bereinigte operative Ergebnis sank auf 30 Millionen Euro nach 111 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich meldete Iveco einen bereinigten Nettoverlust von 32 Millionen Euro.

Für das vierte Quartal 2026 erwartet das Unternehmen eine Erholung der Profitabilität sowie einen soliden freien Cashflow im Industriegeschäft.

Nach dem vor gut einer Woche abgeschlossenen ersten Vollzug des Tata-Übernahmeangebots ist die Abwicklung der während der wiedereröffneten Annahmefrist eingereichten Aktien für den 13. November 2026 vorgesehen.