Jabil Aktie: 725-Millionen-Dollar-Deal schockt Anleger

Trotz strategischer Akquisition im KI-Energiesektor reagieren Investoren skeptisch auf den hohen Kaufpreis und die Barzahlung, was zu einem deutlichen Kursverfall führte.

Jabil Aktie
Kurz & knapp:
  • Strategische Übernahme für KI-Rechenzentrumsmarkt
  • Marktkapitalisierung von knapp drei Prozent
  • Starke operative Quartalszahlen übertreffen Erwartungen
  • Analysten bewerten Deal und Kursziele unterschiedlich

Die Aktie von Jabil ist am Montag um 5,8 Prozent eingebrochen – und das trotz einer vermeintlich strategischen Akquisition. Der Fertigungsdienstleister hat am 2. Januar 2026 die Übernahme der Hanley Energy Group für rund 725 Millionen Dollar in bar abgeschlossen. Hinzu kommen mögliche Earn-out-Zahlungen von bis zu 58 Millionen Dollar, falls bestimmte Umsatzziele erreicht werden. Doch statt Begeisterung herrscht an der Börse offenbar Skepsis: Ist der Preis zu hoch? Oder zweifeln Investoren am Timing des Deals?

Was bringt die Hanley-Übernahme?

Mit Hanley Energy Group holt sich Jabil einen Spezialisten für Energiemanagement und kritische Stromversorgungslösungen ins Boot – ein Geschäftsfeld, das im KI-Rechenzentrumsmarkt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das 2009 gegründete Unternehmen beschäftigt etwa 850 Mitarbeiter an 13 Standorten weltweit, darunter die Hauptsitze in Stamullen, Irland, und Ashburn, Virginia. Hanley liefert schlüsselfertige Energielösungen vom Stromnetz bis hinunter zur Rack-Ebene im Rechenzentrum.

Ed Bailey, Technologiechef bei Jabil, betonte, dass Energiemanagement in Rechenzentren künftig noch kritischer werde, während Hyperscaler ihre KI-Technologien hochfahren. Die Kombination mit Jabils wachsenden Thermal-Management-Fähigkeiten soll maßgeschneiderte Lösungen für die größten KI-Infrastrukturanbieter ermöglichen. Matt Crowley, Executive Vice President bei Jabil, unterstrich, dass Hanleys Know-how die bestehenden Power-Management-Lösungen ergänze und eine Serviceausweitung bis zur Rack-Ebene erlaube.

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Warum reagiert der Markt so verhalten?

Trotz der strategischen Logik scheinen Anleger die hohe Bewertung kritisch zu sehen. Bei einer Unternehmensbewertung von 25,68 Milliarden Dollar bedeutet der Deal immerhin knapp drei Prozent der Marktkapitalisierung – keine Kleinigkeit für eine Akquisition, deren voller Nutzen sich erst über Jahre entfalten dürfte.

Dabei läuft es bei Jabil operativ eigentlich rund: Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte der Konzern einen Umsatz von 8,3 Milliarden Dollar und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,85 Dollar – beides über den Analystenschätzungen von 8,0 Milliarden Dollar und 2,70 Dollar. Besonders das Segment „Intelligent Infrastructure“ glänzte mit einem Umsatzsprung von 54 Prozent im Jahresvergleich auf geschätzt 3,84 Milliarden Dollar. Die Aktie handelt nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 240,66 Dollar und hat über die vergangenen zwölf Monate ein Plus von 60,9 Prozent eingefahren.

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Belastet die Übernahme die Bilanz?

Die All-Cash-Transaktion dürfte kurzfristig auf die Liquidität drücken – eine mögliche Erklärung für die nervöse Reaktion der Börse. UBS hat zwar sein Kursziel auf 244 Dollar angehoben, hält aber an einem neutralen Rating fest. BofA Securities zeigt sich optimistischer und erhöhte das Kursziel auf 265 Dollar bei einer Kaufempfehlung, gestützt auf die starken Quartalsergebnisse und die positive Guidance für das Geschäftsjahr 2026. Für das zweite Quartal erwartet Jabil einen Umsatz von 7,8 Milliarden Dollar und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 2,47 Dollar – beide Werte liegen über den Konsensschätzungen.

Bleibt die Frage: Lohnt sich der Einstieg nach dem Kursrücksetzer? Oder ist die Hanley-Akquisition nur der erste von mehreren teuren Deals, die das Gewinnwachstum belasten könnten?

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