Der Kaffeeriese JDE Peet’s steht vor einem radikalen Umbruch. Nach der erfolgreichen Übernahme durch Keurig Dr Pepper (KDP) verschwindet das Unternehmen von der Kursliste. Parallel dazu ordnet die neue Muttergesellschaft die ethischen Standards in der Lieferkette neu.

Squeeze-out und Delisting

Die Übernahme ist faktisch abgeschlossen. Im Rahmen des öffentlichen Barangebots wurden rund 97,75 Prozent der ausstehenden Aktien angedient. Der Preis lag bei 31,85 Euro je Anteilsschein.

Damit hat KDP die notwendige Mehrheit für ein gesetzliches Squeeze-out-Verfahren erreicht. Die Notierung an der Euronext Amsterdam wird in Kürze enden. JDE Peet’s geht vollständig in der neuen Kaffee-Sparte von KDP auf.

Pakt für fairen Kaffee

Parallel zur Integration verschärft der Konzern seine Strategie für Nachhaltigkeit. In Brasilien startet das vierjährige Pilotprojekt „FAIR COFFEE“. Partner ist die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).

Der Fokus liegt auf den Anbauregionen Bahia und Minas Gerais. Hier will das Management gegen Kinderarbeit und Zwangsarbeit vorgehen. Das Ziel ist eine transparente Lieferkette, die internationalen Standards entspricht.

Fokus auf Jacobs und L’OR

Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen. KDP nutzt seine globale Reichweite von über 100 Ländern für diese Initiative. Marken wie Jacobs, L’OR und Senseo stehen dabei im Mittelpunkt.

Das neue Management reagiert damit auch auf die Inflation bei Rohkaffee. Durch effizientere und nachhaltige Praktiken soll der langfristige Wert des Portfolios gesichert werden. Die Integration der internationalen Marken in die KDP-Struktur läuft bereits auf Hochtouren.