JinkoSolar sichert sich einen Großauftrag für ein Photovoltaik-Projekt in China. Die Aktie fällt dennoch weiter.
Der Solar-Konzern erhielt den Zuschlag für eine Modullieferung mit 448,7 Megawatt Nennleistung. Auftraggeber ist die China Energy Group, ein Staatskonzern. Der Stückpreis liegt bei 0,765 Yuan pro Watt – etwa 0,098 Euro. Geliefert werden N-Typ-TOPCon-Bifacial-Doppelglas-Module mit 630 Watt Leistung pro Stück.
Die Auslieferung soll im Juni 2026 starten und bis Ende September abgeschlossen sein.
Kurs rutscht ans Jahrestief
Doch die Auftragsmeldung kann den Abwärtstrend nicht stoppen. Die JinkoSolar-Aktie schloss am Dienstag bei 15,36 Euro. Das ist der zweitschlechteste Schlusskurs seit November 2025.
Der RSI liegt bei 34,9 Punkten – die Aktie nähert sich dem überverkauften Bereich. In den vergangenen sieben Tagen gab der Kurs um 8,13 Prozent nach. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 35,60 Prozent. Die Aktie notiert nur 2,26 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief von 15,02 Euro. Der 50-Tage-Durchschnitt von 19,45 Euro liegt 21 Prozent über dem aktuellen Kurs, der 200-Tage-Schnitt von 21,46 Euro sogar 28 Prozent.
Mit anderen Worten: Der Markt zeichnet eine klare Bärenlinie. JinkoSolar kann sich dem branchenweiten Preisdruck in China nicht entziehen.
Hoffnung auf neues Modell
Das Unternehmen setzt auf seine N-Typ-TOPCon-Technologie. Die Tiger-Neo-3.0-Serie soll höhere Wirkungsgrade bieten als Vorgängermodelle. Ob das reicht, um die Margen zu stabilisieren, bleibt offen. Der Großauftrag zeigt immerhin: JinkoSolar bleibt im Heimatmarkt wettbewerbsfähig.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Auftragsbestand ausreicht, um den Abwärtsdruck auf den Kurs zu brechen. Der Juni-Lieferstart gibt eine erste Frist – bis dahin bleibt die Aktie im Dunstkreis der 15-Euro-Marke.
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