Die Schweizer Privatbank legte am 2. Februar 2026 ihre Jahresergebnisse vor – und die Bilanz fällt gemischt aus. Zwar stiegen die verwalteten Vermögen auf ein Rekordhoch von 521 Milliarden Franken, doch der Gewinn brach deutlich ein. Was steckt dahinter?

Der IFRS-Konzerngewinn sank um 25 Prozent auf 764 Millionen Franken. Der Gewinn je Aktie fiel von 4,98 auf 3,72 Franken. Grund dafür waren hauptsächlich Kreditverluste in Höhe von 213 Millionen Franken, die nach einer umfassenden Kreditüberprüfung im November verbucht wurden. Hinzu kamen Belastungen aus dem Verkauf des Brasiliengeschäfts im März 2025, der mit einem Netto-Effekt von 99 Millionen Franken zu Buche schlug.

Können die Kosten überzeugen?

Immerhin ein Lichtblick: Das Kostensenkungsprogramm übertraf die Erwartungen. Statt der angestrebten 110 Millionen Franken erreichte die Bank Bruttoeinsparungen von 130 Millionen Franken auf Run-Rate-Basis. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich auf 67,6 Prozent, nachdem sie 2024 noch bei 70,9 Prozent gelegen hatte.

Der Geschäftsaufwand stieg nur minimal um ein Prozent auf 2,823 Milliarden Franken. Dabei erhöhte sich zwar der Personalaufwand um drei Prozent, doch der Sachaufwand ging um sieben Prozent zurück. Die Mitarbeiterzahl sank um 205 auf 7.390 Vollzeitkräfte.

Solide Basis trotz Altlasten

Die Kapitalausstattung verstärkte sich deutlich. Die CET1-Kapitalquote nach finalem Basel-III-Standard kletterte von 14,2 auf 17,4 Prozent. Die Gesamtkapitalquote verbesserte sich von 21,1 auf 24,7 Prozent. Beide Werte liegen komfortabel über den regulatorischen Mindestanforderungen.

Das Netto-Neugeld belief sich auf solide 14,4 Milliarden Franken, was einer Wachstumsrate von 2,9 Prozent entspricht. Die Zuflüsse stammten hauptsächlich aus Asien – besonders Hongkong, Indien und Singapur – sowie aus Westeuropa und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Verwaltungsrat eine unveränderte Dividende von 2,60 Franken pro Aktie vor. Die Auszahlung soll am 15. April 2026 erfolgen, vorbehaltlich der Zustimmung an der Generalversammlung am 9. April.

CEO Stefan Bollinger bezeichnete 2025 als erfolgreiches Übergangsjahr. Die Bank habe Altlasten aufgearbeitet, die Governance gestärkt und sei nun gut positioniert, um die Mittelfristziele zu erreichen. Bis Ende 2028 strebt Julius Bär weitere Bruttokosteneinsparungen von 130 Millionen Franken an.