Kanzler Merz sagt Ukraine in Kiew neue Rüstungshilfe zu

Die Bundesregierung plant neue Abkommen für Abwehrdrohnen; deutsche Unternehmen begleiten Gespräche über den Schutz von Verteidigung und Infrastruktur.

KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • Merz bekräftigt deutsche Ausrüstungshilfe
  • Neue Abwehrdrohnen-Lieferabkommen sind geplant
  • Russische Angriffe treffen ukrainische Infrastruktur
  • Deutsche Wirtschaftsvertreter reisen nach Kiew

Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem Besuch in Kiew die militärische Unterstützung für die Ukraine bekräftigt. Trotz gezielter russischer Drohnenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt und vorheriger Reisewarnungen aus Moskau reiste Merz mit einer Regierungs- und Wirtschaftsdelegation an. Im Zentrum der Gespräche stehen zusätzliche Lieferungen von Drohnensystemen zur Luftverteidigung.

Reisediplomatie unter Alarmbereitschaft

Während des Aufenthalts des Kanzlers heulten in Kiew wiederholt die Sirenen. Trümmer abgeschossener Flugobjekte beschädigten ein Wohnhaus, zudem schlug eine Drohne auf der Fahrbahn der Nordbrücke ein. Der Einschlagort lag gut vier Kilometer vom Kanzler entfernt. Merz nahm während seines Besuchs drei Drohnenalarme wahr, musste jedoch nach eigenen Angaben nicht in Schutzräume ausweichen.

Russland hatte im Vorfeld des Besuchs eine explizite Warnung an westliche Staatsbürger ausgesprochen und Ausländer aufgefordert, Kiew zu verlassen. Kanzler Merz wies diese Einschüchterungsversuche auf einer Pressekonferenz mit Präsident Wolodymyr Selenskyj zurück. Berlin werde den Kurs der verlässlichen Ausrüstungshilfe unvermindert fortsetzen.

Fokus auf moderne Luftverteidigung

Ukrainischen Angaben zufolge setzte die russische Armee bei den jüngsten Angriffswellen landesweit 135 Drohnen ein. Die Attacken trafen neben Kiew auch Infrastruktur in Sumy und Dnipro. Um den anhaltenden Angriffen auf Verkehrs- und Energienetze zu begegnen, plant die Bundesregierung neue Vereinbarungen über die Lieferung spezialisierter Abwehrdrohnen. Diese sollen gezielt gegen immer schnellere russische Angriffskörper eingesetzt werden.

Deutschland bleibt damit der größte Unterstützer des Landes im viereinhalb Jahre währenden Abwehrkampf. Neben der unmittelbaren Rüstungskooperation begleiten Vertreter deutscher Unternehmen die Reise, um konkrete Maßnahmen zur Absicherung von Verteidigung und Infrastruktur voranzutreiben.

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Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Trading-Treff seit März 2025 Beiträge zu Aktien, Trading und Indizes sowie zu wirtschaftlichen Rahmenthemen. Schwerpunkte sind Rohstoffwerte sowie KI- und Technologiewerte.Quellen dieses Ressorts: Unternehmensmitteilungen und Pflichtveröffentlichungen, Geschäftsberichte und Quartalszahlen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen. Bei Index- und Trading-Themen zusätzlich die Zusammensetzung und Anpassungen der Indexanbieter sowie Terminmarktdaten; bei Technologie- und KI-Werten Produktankündigungen und Geschäftszahlen der Unternehmen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.