Kapsch Trafficcom hat in Mexiko einen neuen Auftrag an Land gezogen. Der Technologieanbieter modernisiert das städtische Verkehrsmanagement in León für 3 Millionen Euro. Der Vertrag läuft über drei Jahre und passt genau zum Fokus des Unternehmens auf vernetzte Mobilität.

Mehr Technik für León

Zum Projekt gehört nicht nur Wartung. Kapsch Trafficcom integriert das System auch in die eigene EcoTrafiX-Plattform. Zusätzlich baut das Unternehmen die Infrastruktur mit weiteren Kameras und Schildern aus. Für die Umsetzung verstärkt Kapsch das lokale Team um fünf Experten.

Der Auftrag zeigt, wohin die Reise für den Konzern geht. Kapsch Trafficcom setzt auf digitale Lösungen, die den Verkehr in Städten effizienter machen sollen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam das Unternehmen auf 530 Millionen Euro Umsatz und beschäftigte weltweit mehr als 3.000 Mitarbeiter.

Blick nach Detroit

Parallel dazu rückt der Auftritt auf der ITS America Conference & Expo in Detroit näher. Dort will Kapsch Trafficcom im Juni seine Lösungen für vernetzte Mobilität vorstellen. Dazu zählen die V2X-Mauttechnologie und die ATMS-Plattform Dynac.

Auch personell gibt es ein Signal aus Nordamerika. JB Kendrick, Präsident Nordamerika, wurde in den Board of Directors von ITS America berufen. Das stärkt die Sichtbarkeit des Unternehmens im US-Markt, der für die internationale Expansion eine wichtige Rolle spielt.

Kurs bleibt verhalten

An der Börse reagiert die Aktie bislang ruhig. Sie notiert bei 5,54 Euro und liegt damit leicht über dem 50-Tage-Durchschnitt von 5,48 Euro. Der RSI von 48,5 spricht für ein neutrales Bild.

Der größere Trend bleibt aber gedämpft. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie 4,48 Prozent im Minus, auf Sicht von zwölf Monaten sogar 24,52 Prozent. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 7,76 Euro ist noch Luft nach oben, der Kurs bewegt sich aber bereits etwas über dem Tief von 5,08 Euro aus dem März.