Kawasaki Heavy Industries geht in die Offensive. Der japanische Schwerindustrie-Konzern will rund 200 Milliarden Yen am Kapitalmarkt einsammeln. Mit dem frischen Geld plant das Management eine massive Expansion in strategischen Zukunftsfeldern.

Fokus auf Zukunfts-Technologien

Das Finanzierungsvolumen entspricht etwa 1,23 Milliarden US-Dollar. Die Mittelbeschaffung setzt sich aus neuen Aktien und einer Wandelanleihe zusammen. Die Anleihe läuft bis 2031 und verzichtet als Nullkupon-Papier auf eine Verzinsung. Dieser Weg ist bei japanischen Firmen aktuell beliebt. Er begrenzt die sofortige Verwässerung der bestehenden Anteile.

Die Investitionen fließen direkt in das technologische Herzstück des Konzerns. Kawasaki fokussiert sich dabei auf Flugzeugtriebwerke, die Wasserstoff-Infrastruktur und Robotik für die Chipindustrie. Parallel dazu stützen die Projekte nationale Verteidigungsziele Japans.

Markt reagiert mit Kursplus

Die Börse reagierte am Montag positiv auf die Pläne. In Frankfurt kletterte das Papier um 7,36 Prozent auf 16,28 Euro. Damit schüttelt die Aktie die anfängliche Skepsis der Vorwoche ab.

Anfang Juli hatten Verwässerungsängste in Tokio noch für Kursverluste von sieben Prozent gesorgt. Nun scheint das Vertrauen in die langfristige Strategie zu überwiegen. Der RSI-Wert von 48,1 deutet zudem auf eine derzeit ausgeglichene Marktlage hin.

Wachstumskurs bestätigt

Das Unternehmen blickt auf ein starkes Geschäftsjahr zurück. Der Umsatz stieg zuletzt auf 2,31 Billionen Yen. Der Nettogewinn kletterte um 23 Prozent auf 108,2 Milliarden Yen.

Für das laufende Geschäftsjahr setzt sich das Management ehrgeizige Ziele. Der Betriebsgewinn soll auf 170 Milliarden Yen steigen. Die neue Kapitalbasis soll diese Prognose absichern und die technologische Marktführung in den Kernbereichen festigen.