Die Krise des französischen Luxuskonzerns zieht sich weiter. Heute legte Kering die Jahreszahlen für 2025 vor – und die sind brutal. Der Nettogewinn schmolz von 1,1 Milliarden Euro in 2024 auf magere 72 Millionen Euro. Ein Rückgang von über 93 Prozent. Hauptverantwortlich dafür: die kriselnde Vorzeigemarke Gucci.
Allein mit Gucci brach der Umsatz 2025 um mehr als ein Fünftel auf knapp 6 Milliarden Euro ein. Im vierten Quartal verlangsamte sich das Minus zwar auf zehn Prozent – doch von einer Trendwende kann keine Rede sein. Der bereinigte operative Gewinn des Gesamtkonzerns knickte um ein Drittel auf 1,6 Milliarden Euro ein, während der Konzernumsatz um 13 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro zurückging.
Abschwung auch in China
Der Luxuskonsum schwächelt weltweit, besonders in China. Gucci verliert zudem an Attraktivität gegenüber Konkurrenten wie LVMH oder Hermès. Während andere Luxushäuser trotz schwieriger Märkte wachsen, hinkt Kering seit Jahren hinterher. Marken wie Yves Saint Laurent und Balenciaga können die Schwäche nicht ausgleichen.
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Der neue CEO Luca de Meo, der erst seit wenigen Monaten im Amt ist, spricht Klartext: „Die Entwicklung 2025 spiegelt nicht das wahre Potenzial des Unternehmens wider.“ In der zweiten Jahreshälfte habe man bereits begonnen, Kosten zu senken und die Finanzkraft zu stärken. Konkrete Details liefert de Meo allerdings nicht.
Kapitalmarkttag im April entscheidend
Am 16. April will der ehemalige Renault-Chef auf einem Kapitalmarkttag einen detaillierten Fahrplan präsentieren. Dann soll klar werden, wie Kering die Attraktivität seiner Marken steigern und das Wachstum wieder ankurbeln will. Bis dahin bleiben Anleger im Ungewissen.
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Trotz der desaströsen Zahlen will Kering eine Dividende von insgesamt 3 Euro je Aktie ausschütten. 1,25 Euro wurden bereits im Januar gezahlt, 1,75 Euro folgen im Juni. Zusätzlich plant der Konzern eine Sonderdividende von 1 Euro pro Aktie – finanziert durch den Verkauf der Beauty-Sparte Kering Beauté an L’Oréal, der im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden soll.
Aktienkurs unter Druck
Der Aktienkurs spiegelt die Misere wider. Vom Rekordhoch bei fast 800 Euro Mitte 2021 ist der Titel um rund zwei Drittel auf unter 300 Euro gefallen. Allein 2026 verlor die Aktie bis zum gestrigen Montag bereits fast 14 Prozent. Heute schnellte der Kurs allerdings um über 13 Prozent auf knapp 295 Euro hoch – offenbar hatten Anleger mit noch schlechteren Zahlen gerechnet.
JPMorgan-Analystin Chiara Battistini sieht in den Ergebnissen wenig Überraschendes. Gucci habe kostenseitig etwas besser abgeschnitten als befürchtet. Die Bestätigung, dass Kering 2026 wieder wachsen wolle, könne die Aktie vorübergehend stützen. Entscheidend wird jedoch der Kapitalmarkttag Mitte April. Dann muss de Meo liefern – mit einem überzeugenden Sanierungsplan, der über bloße Absichtserklärungen hinausgeht.
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