Keurig Dr Pepper hat die Übernahme von JDE Peet’s heute vollständig besiegelt. Mit 96,22 Prozent der Anteile in der Hand ist das Kapitel als eigenständiges Amsterdamer Börsenunternehmen für JDE Peet’s beendet — das Delisting von Euronext Amsterdam erfolgt am 30. April 2026.

Hinter der Transaktion steckt eine klare strategische Logik: KDP bündelt seine eigene Keurig-Kaffeesparte mit dem weltweiten Kaffeeportfolio von JDE Peet’s, zu dem Marken wie Jacobs, L’OR und Peet’s gehören. JDE Peet’s erzielte 2025 einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro — ein gewichtiger Zukauf.

Zwei Unternehmen, ein Plan

Nach einer Integrationsphase wird KDP in zwei eigenständige, US-börsennotierte Gesellschaften aufgespalten. Das Getränkegeschäft mit Dr Pepper, Canada Dry, 7UP und Co. läuft künftig als „Beverage Co.“ unter dem heutigen KDP-Chef Tim Cofer weiter. Das Kaffeegeschäft firmiert als „Global Coffee Co.“ und soll, so der Zeitplan, bis Ende 2026 operativ separationsbereit sein.

Für die Führung des neuen Kaffee-Konzerns hat der Verwaltungsrat Rafael Oliveira nominiert. Er bleibt zunächst CEO bei JDE Peet’s und wechselt dann an die Spitze der künftigen Global Coffee Co. Oliveira bringt zehn Jahre Erfahrung bei Kraft Heinz mit, zuletzt als EVP und Präsident International Markets.

Kleiner Haken, großes Bild

Aktionäre, die ihre JDE-Peet’s-Anteile noch nicht angedient haben, können dies noch bis zum 13. April 2026 im Rahmen der Nachfrist tun. Das Vormarktgeschehen an der Nasdaq zeigte sich heute zunächst zurückhaltend — KDP-Papiere notierten kaum verändert bei rund 26,30 Dollar.

Das genaue Timing des steuerfreien Spin-offs hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Verschuldungsgrade beider Einheiten und die allgemeinen Marktbedingungen. Der Fahrplan steht, die Uhr läuft.