Die Zuversicht ist an die internationalen Finanzmärkte zurückgekehrt. Eine starke Nachfrage nach einem neuen Software-Assistenten des Meta-Konzerns hat Technologieaktien weltweit angetrieben. Rückenwind liefert die Erwartung, dass das bevorstehende Spitzentreffen zwischen den USA und China den handelspolitischen Konflikt der beiden größten Volkswirtschaften entschärfen könnte.

An der Wall Street kletterte der technologielastige Nasdaq auf ein neues Rekordhoch. Die Aktie von Meta sprang dabei um 11,34 Prozent nach oben. Auslöser war die Resonanz auf das Programm Muse, das vor zwei Wochen in den USA gestartet ist. Das Werkzeug kann eigenständig E-Mails versenden, Autoverkäufe abwickeln und Reisen buchen.

Tech-Werte ziehen weltweite Indizes mit

Die Kursgewinne breiteten sich rasch auf die asiatischen Märkte aus. Der südkoreanische Leitindex Kospi kletterte um knapp 2 Prozent, während Taiwans Börse um 1,3 Prozent vorrückte. Für Zuversicht sorgte dabei vor allem die Aussicht auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Halbleitern und Rechenleistung.

Auch Chinas Festlandaktien profitierten von der freundlichen Stimmung. Der CSI 300 stieg um 0,75 Prozent, während der Hang Seng in Hongkong um 0,4 Prozent zulegte. An den Terminmärkten zeichneten sich für die europäischen Handelsplätze ebenfalls Aufschläge von 0,3 Prozent ab.

Für Entlastung sorgte eine Atempause am Rohölmarkt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stabilisierte sich bei gut 100 Dollar, nachdem er zuvor unter diese Schwelle gerutscht war. Nachlassende Energiepreise mindern den Inflationsdruck und stützen die Risikobereitschaft an den Aktienmärkten.

Vorbereitungen für das Treffen in Washington

Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das persönliche Aufeinandertreffen von Donald Trump und Xi Jinping. Der chinesische Staatschef trifft am Mittwoch zu seinem ersten Besuch seit über einem Jahrzehnt in Washington ein. Am Donnerstag folgt das Treffen im Weißen Haus.

Die Märkte blicken vor allem auf die Zukunft des bilateralen Handelsabkommens. Ein im Vorjahr vereinbarter Zollstillstand läuft am 10. November 2026 aus. Auf der Tagesordnung stehen Erleichterungen bei Agrarimporten sowie gegenseitige Zollsenkungen auf Güter im Volumen von 30 Milliarden Dollar. Diskutiert wird zudem über chinesische Aufträge für 200 Boeing-Flugzeuge und neue Sicherheitsvereinbarungen für den Bereich Künstliche Intelligenz.