Kinross Gold verbucht einen deutlichen Kurszuwachs. Ein sprunghafter Anstieg des Goldpreises treibt die Notierungen der Minenbetreiber nach oben. Die Marktstimmung hat sich fundamental gedreht.

Geopolitik entlastet die Märkte

Der Preis für eine Unze Gold kletterte auf rund 4.338 US-Dollar. Hintergrund sind Berichte über ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran. Diese Nachricht sorgte zeitgleich für Entspannung am Energiemarkt.

Der Ölpreis sank von über 110 auf etwa 80 US-Dollar pro Barrel. Damit schwindet der Inflationsdruck spürbar. Die Märkte preisen nun seltener eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed ein.

Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Dezember fiel von 69 auf 49 Prozent. Niedrigere Zinsen machen Gold als Anlageklasse attraktiver. Kinross Gold nutzt dieses Momentum unmittelbar aus.

Starke Quartalszahlen stützen den Trend

Operativ läuft es für den Konzern rund. Im ersten Quartal verdiente Kinross 0,71 US-Dollar je Aktie. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten von 0,68 US-Dollar.

Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um fast 61 Prozent. Insgesamt nahm Kinross 2,37 Milliarden US-Dollar ein. Das Unternehmen schüttet eine Quartalsdividende von 0,04 US-Dollar je Aktie aus.

Die Aktie legte im Tagesverlauf um rund acht Prozent auf 23,74 Euro zu. Innerhalb eines Jahres kletterte der Wert um fast 76 Prozent.

Der aktuelle Kurs liegt dennoch unter dem 52-Wochen-Hoch von 33,20 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index von 48,2 bewegt sich das Papier in einer neutralen Zone.

Kinross konzentriert sich nun auf die Exploration in Nevada. Die Kombination aus hoher Produktion und sinkenden Makro-Risiken stützt den Ausblick. Analysten stufen den Titel derzeit mehrheitlich als moderaten Kauf ein.