Kioxia liefert die nächste Chip-Generation aus und die Börse reagiert extrem. Am Freitag erlebte das Papier eine wilde Achterbahnfahrt.
Das Management präsentierte in Kitakami eine neue Produktionshalle. Dort fertigt Kioxia künftig Speicherchips mit 332 Lagen. Diese zehnte Generation speichert 59 Prozent mehr Daten als das bisherige Modell. Erste Muster gehen bereits an Betreiber von KI-Rechenzentren.
Der Handel in Tokio startete holprig. Zunächst drückte ein schwacher Gesamtmarkt die Aktie um neun Prozent ins Minus. Als Investoren die neuen Details verdauten, drehte die Stimmung dramatisch. Am Ende schloss das Papier bei 470,00 Euro. Das bedeutet einen Tagesgewinn von 22,08 Prozent.
Aufstieg zum wertvollsten Konzern
Damit setzt sich eine historische Rallye fort. Seit dem Tief bei 95,00 Euro schoss der Kurs um fast 400 Prozent hoch. Das Unternehmen ist mittlerweile mehr als 250 Milliarden Dollar wert. Kioxia hat beim Börsenwert sogar Toyota überholt. Die Folge: Der Chipfertiger ist nun der wertvollste Konzern Japans.
Bisher beherrschen Samsung und SK Hynix den Markt für KI-Speicher. Zusammen kamen die Südkoreaner zuletzt auf 70 Prozent Marktanteil. Kioxia hielt im vergangenen Jahr lediglich zehn Prozent.
Omdia-Analyst Akira Minamikawa sieht nun einen Wendepunkt. Die neuen Chips seien bei der Datenverarbeitung massiv schneller. Genau das fordern große US-Technologiekonzerne für ihre Rechenzentren. Kazuyoshi Saito von IwaiCosmo Securities wird noch konkreter. Er sieht Kioxia bei Leistung und Effizienz bis zu vier Jahre voraus. Grund dafür ist eine spezielle Wafer-Bonding-Technologie.
Parallel dazu bereitet Kioxia den nächsten Schritt am Kapitalmarkt vor. Das Management prüft einen Aktiensplit und eine Notierung in den USA. Damit will der Konzern internationale Investoren anlocken.
Warten auf die Massenproduktion
Bis die neuen Chips massenhaft vom Band rollen, vergeht noch Zeit. Kioxia will die Marktentwicklung über das kommende Jahr genau beobachten. Erst danach startet die Serienfertigung.
Kurzfristig bleibt die Aktie ein Spielball der allgemeinen KI-Euphorie. Die hohe Volatilität dürfte vorerst anhalten. Investoren wägen aktuell ab, ob die Speicherpreise dauerhaft hoch bleiben. Ein Überangebot durch neue Fabriken bleibt ein reales Risiko.
Kioxia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Kioxia-Analyse vom 4. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Kioxia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Kioxia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Kioxia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


