Im Fahrwasser einer breiten Nachfrage nach japanischen Halbleiter- und KI-Werten hat Kioxia am Freitag spürbar zugelegt. Die Aktie des Speicherherstellers stieg zum Wochenausklang um 4,0 Prozent auf 317,20 Euro. Getragen wurde die Aufwärtsbewegung von einer allgemeinen Kaufstimmung am heimischen Markt, an dem Technologietitel den Leitindex Nikkei nach oben trieben.

Die Bewegung spiegelte vor allem die gestiegene Risikobereitschaft der Marktteilnehmer wider. Da am Freitag keine neuen Mitteilungen des Konzerns vorlagen, beruhte das Kursplus im Wesentlichen auf dem positiven Branchentrend im Halbleiterbereich.

Spekulationen um US-Börsengang

Für Aufmerksamkeit sorgt weiterhin die künftige Notierung in den USA. Wie Bloomberg am 15. September unter Berufung auf informierte Personen berichtete, fasst Kioxia eine Kapitalaufnahme von mindestens 10 Milliarden $ über eine Notierung von American Depositary Receipts im kommenden Jahr ins Auge.

Das Unternehmen reagierte darauf mit einer Klarstellung zu den Berichten. Kioxia betonte, dass es sich bei den genannten Plänen um keine offizielle Unternehmensmitteilung handele. Zwar bestätigte der Konzern bestehende Vorbereitungen für ein US-Listing, wies jedoch darauf hin, dass Zeitpunkt, Börsenplatz und Verfahrensart weiterhin offen seien. Zudem behalte man sich vor, die Vorbereitungen gegebenenfalls einzustellen.

Verschiebung der Besitzverhältnisse

Neben den Listing-Plänen bewegt eine Anpassung der Eigentümerstruktur das Umfeld der Aktie. Einer Mitteilung über bedeutende Stimmrechtsanteile vom 14. September zufolge hat der japanische Konzern Toshiba sein Engagement bei Kioxia zurückgefahren.

Der Anteil von Toshiba sank von zuvor 14,06 Prozent auf 12,84 Prozent. Der meldepflichtige Stichtag für diese Änderung lag am 7. September. Damit setzt sich die schrittweise Neuordnung der Gesellschafterbasis fort.

Für Marktteilnehmer bleibt das Bild vorerst zweigeteilt: Einerseits verleiht die allgemeine Dynamik im Halbleitersektor dem Wertpapier kurzfristigen Rückenwind. Andererseits hängen die mittelfristigen Perspektiven wesentlich von der tatsächlichen Umsetzung der Kapitalmarktpläne und der künftigen Aktionärsstruktur ab.