Kitron Aktie: Erneuter Erfolgskurs

Der norwegische Elektronikspezialist Kitron meldet starkes Umsatz- und Gewinnwachstum im vierten Quartal und hebt die Prognose für das laufende Jahr deutlich an.

Kitron Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz und operativer Gewinn verzeichnen starkes Plus
  • Auftragsbestand erreicht Rekordniveau von 709 Millionen Euro
  • Verteidigungssektor als dominanter Wachstumstreiber
  • Dividende wird auf 0,70 Euro je Aktie verdoppelt

Der norwegische Elektronikspezialist Kitron hat am Donnerstag seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt – und die haben es in sich. Mit einem Umsatzsprung von 45,6 Prozent auf 233,8 Millionen Euro übertraf das Unternehmen die Erwartungen deutlich. Noch beeindruckender: Der operative Gewinn verdoppelte sich nahezu auf 22,5 Millionen Euro, was einer EBIT-Marge von 9,6 Prozent entspricht. Die Aktie reagierte mit einem Plus von 2,77 Prozent auf 82,9 Euro.

Besonders auffällig ist der prall gefüllte Auftragsbestand. Mit 709 Millionen Euro liegt dieser satte 50 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Book-to-Bill-Verhältnis von 1,5 signalisiert: Die Auftragseingänge übertreffen die Umsätze deutlich – ein klares Zeichen für anhaltende Dynamik.

Verteidigung als Wachstumsmotor

Der Bereich Defense und Aerospace entwickelt sich zum dominierenden Treiber. Im vierten Quartal schoss der Umsatz in diesem Segment um 147 Prozent in die Höhe. Überwachungssysteme, Avionik, sichere Kommunikation und unbemannte Systeme treiben das Geschäft an. CEO Peter Nilsson betont die strategische Bedeutung: „Defense und Aerospace bleiben die größten Wachstumsbeiträge.“

Konkret lieferte Kitron mehrere tausend Einheiten von Drohnenkomponenten pro Woche aus – nach eigenen Angaben 500 bis 600 Stück täglich. Das übertrifft Wettbewerber, die monatlich 1.000 Einheiten anstreben, um Längen. Allein im vierten Quartal trug ein 100-Millionen-Euro-Drohnenauftrag zwischen 30 und 50 Millionen Euro zum Umsatz bei.

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Die geopolitische Lage spielt Kitron dabei in die Karten. Der Trend zur Lokalisierung und souveränen Fertigung stärkt die Position des Unternehmens mit Standorten in Skandinavien und Zentraleuropa. Polen entwickelt sich zum Produktionszentrum für Verteidigungstechnik – und Kitron hat dort seine Kapazitäten massiv ausgebaut. Statt eines Standorts vor einem Jahr gibt es mittlerweile drei.

Neue Prognose und Rechenzentren-Boom

Angesichts der Auftragslage hebt das Management die Erwartungen für 2026 deutlich an. Statt der bisherigen Spanne von 900 bis 1.050 Millionen Euro Umsatz liegt nun der untere Rand bei 900 Millionen – was der früheren Mittelpunkt-Schätzung entspricht. Beim operativen Gewinn kalkuliert Kitron mit 84 bis 108 Millionen Euro.

Ein zusätzlicher Wachstumstreiber kommt aus dem Bereich Elektrifizierung, speziell aus der Rechenzentrumsversorgung. Ein neuer US-Kunde steuerte allein im vierten Quartal rund 55 Millionen Euro bei. Weitere Aufträge über 44 Millionen Euro sind bereits eingegangen und decken einen Teil des Bedarfs für 2026 ab. Das Management rechnet damit, dass dieser Kunde zwischen 50 und 100 Millionen Euro zum Jahresumsatz beisteuern wird – je nachdem, wie sich die Orders weiterentwickeln.

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Finanzielle Stärke als Fundament

Die Bilanz gibt Nilsson und CFO Cathrin Nylander Spielraum für weiteres Wachstum. Die Nettoliquidität beträgt 31,6 Millionen Euro, der operative Cashflow verdoppelte sich im Gesamtjahr auf 93,6 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote kletterte auf 42,4 Prozent.

Beim Nettoumlaufvermögen gelang eine bemerkenswerte Verbesserung: Der Cash-Cycle verkürzte sich von 106 auf nur noch 55 Tage. Verantwortlich dafür sind vor allem höhere Kundenanzahlungen, die das Bilanzrisiko reduzieren und die Liquidität stärken.

Die Dividende steigt von 0,35 auf 0,70 Euro je Aktie, was etwa 30 Prozent des Nettogewinns entspricht. Dass die Ausschüttungsquote moderat bleibt, begründet das Management mit den Wachstumsambitionen und der M&A-Strategie. Die kürzlich abgeschlossene Übernahme von DeltaNordic läuft nach Plan – bereits im Januar arbeitete das übernommene Unternehmen nach dem Kitron-Betriebsmodell.

Mit einem Kurs nahe dem 52-Wochen-Hoch von 87,8 Euro reflektiert die Aktie das Vertrauen der Investoren in die Wachstumsstory. Bei einem Auftragsbestand, der das Halbjahr gut abdeckt und Sichtbarkeit bis weit ins Jahr bietet, dürfte die Spannung bleiben.

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