Starkes Kundenwachstum, kollabierende Kurse — bei Klarna klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Seit Jahresbeginn hat das Fintech fast die Hälfte seines Börsenwerts eingebüßt. Das schwedische Unternehmen leidet unter den Nachwehen eines enttäuschenden Jahresabschlusses.
Der aktuelle Abwärtsdruck geht auf die Zahlen für 2025 zurück. Klarna verbuchte einen Nettoverlust von 273 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn stand. Der Umsatz kletterte parallel dazu zwar deutlich auf 3,5 Milliarden Dollar.
Auslöser für den Ausverkauf war ein schwacher Ausblick. Die Prognose für das erste Quartal 2026 verfehlte die Markterwartungen beim operativen Gewinn massiv. Ein Grund für die roten Zahlen ist paradoxerweise das eigene Wachstum.
Das US-Kreditgeschäft expandiert rasant. Bilanzierungsregeln zwingen Klarna, erwartete Kreditausfälle sofort zu verbuchen, bevor die Zinseinnahmen fließen. Das belastet die kurzfristige Profitabilität enorm, selbst wenn die zugrundeliegenden Kredite vertragsgemäß bedient werden.
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Analysten sind tief gespalten
Die Bewertungsdebatte unter Experten fällt ungewöhnlich extrem aus. Die Spanne der Kursziele reicht von 14 bis hin zu 45 Dollar. Alle 13 erfassten Analysten raten zum Kauf, niemand empfiehlt den Verkauf.
Auf Basis des Kurs-Umsatz-Verhältnisses wirkt das Papier günstig. Mit einem Wert von knapp 1,6 wird Klarna deutlich unter dem Branchenschnitt von 2,8 gehandelt. Andere Bewertungsmodelle signalisieren hingegen eine Überbewertung. Marktbeobachter werten den jüngsten Kursrutsch teilweise als überzogene Reaktion auf die konservative Prognose.
Das Bankgeschäft als Wachstumstreiber
Abseits der Börsenturbulenzen zeigt der operative Umbau Erfolge. Im Schlussquartal 2025 knackte Klarna erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar Quartalsumsatz. Die Schweden entwickeln sich zunehmend von einem reinen Zahlungsabwickler zu einer Neobank.
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Die Zahl der aktiven Bankkunden verdoppelte sich im Jahresvergleich auf fast 16 Millionen. Diese intensiv vernetzten Nutzer generieren mit 107 Dollar mehr als den dreifachen Umsatz eines durchschnittlichen Kunden.
Auch die interne Effizienz steigt. Seit Ende 2022 hat das Unternehmen seinen Umsatz verdoppelt, während die operativen Kosten sanken. Der Umsatz pro Mitarbeiter kletterte auf 1,24 Millionen Dollar. Die Belegschaft wurde im selben Zeitraum fast halbiert.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit einer beschleunigten Margenentwicklung im zweiten Halbjahr. Dann dürften die neu vergebenen Kredite ihre volle Ertragskraft entfalten. Der anstehende Bericht zum ersten Quartal liefert den nächsten harten Datenpunkt. Fällt die operative Marge besser aus als die prognostizierten 6,9 Prozent, könnte dies den massiven Abwärtstrend der Aktie bremsen.
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