Starke operative Expansion, schwacher Aktienkurs – bei Klarna klaffen Realität und Marktbewertung derzeit weit auseinander. Der Zahlungsdienstleister drängt aggressiv in neue Branchen und sichert sich lukrative Partnerschaften. An der Börse verpuffen diese Nachrichten bislang wirkungslos.
Vorstoß in den Reisemarkt
Der schwedische Fintech-Konzern nimmt nun den globalen Hotelbuchungsmarkt ins Visier. Über eine neue Partnerschaft mit Aven Hospitality integriert Klarna seine „Buy Now, Pay Later“-Dienste direkt in die Buchungssysteme der angeschlossenen Hotels. Reisende können ihre Aufenthalte künftig zinsfrei in Raten zahlen oder längerfristig finanzieren.
Der Rollout startet in den USA, Deutschland, Österreich und Skandinavien. Weitere europäische Märkte sollen im Jahresverlauf folgen. Das Kalkül dahinter ist klar. Hotelbuchungen gehören zu den teuersten Einzelposten von Konsumenten. Bislang dominieren hier Kreditkarten, bei denen oft hohe Zinsen anfallen. Klarna greift dieses Standardverhalten der Verbraucher nun direkt an.
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Parallel dazu baut das Unternehmen sein Netzwerk in anderen Sektoren aus. In Deutschland sicherte sich Klarna eine Kooperation mit dem Hardware-Händler Mindfactory. In Südeuropa weitet der Konzern die bestehende Partnerschaft mit der Parfümeriekette Douglas auf Italien und Spanien aus.
Diskrepanz zur Börsenbewertung
An der Wall Street spiegeln sich diese operativen Erfolge nicht wider. Seit dem Börsengang steht das Papier unter massivem Druck. Aktuell notiert die Aktie bei rund 13,96 US-Dollar und damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 12,06 US-Dollar. Vom bisherigen Höchststand bei über 57 US-Dollar ist der Wert meilenweit entfernt.
Analysten sehen in diesem Preisniveau eine massive Unterbewertung. Der Konsens von 15 befragten Experten stuft die Aktie als Kauf ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 39,57 US-Dollar. Dies entspräche einem Aufwärtspotenzial von über 180 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs.
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Hängepartie im Milliarden-Prozess
Ein potenzieller Kurstreiber lässt indes weiter auf sich warten. Das Patent- und Marktgericht in Stockholm hat die Urteilsverkündung in der Kartellklage der Klarna-Tochter PriceRunner gegen Google verschoben. Statt am heutigen 15. April wird die Entscheidung nun erst am 10. Juni 2026 fallen. Das Gericht begründete den Schritt lediglich mit zusätzlichem Zeitbedarf zur Finalisierung des Urteils.
In dem Verfahren geht es um viel Geld. PriceRunner fordert Schadensersatz in Höhe von 8,3 Milliarden US-Dollar für angebliche finanzielle Verluste durch Googles Geschäftspraktiken.
Die zweimonatige Verzögerung nimmt kurzfristig ein binäres Event aus dem Markt. Fällt am 10. Juni tatsächlich ein Urteil zugunsten von Klarna, winken milliardenschwere Einnahmen. Ein sofortiger Geldregen ist jedoch ausgeschlossen, da Google im Falle einer Niederlage sehr wahrscheinlich in Berufung gehen wird und etwaige Summen zudem mit Prozessfinanzierern und Altaktionären geteilt werden müssten.
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