Klarna steckt in einer ungewöhnlichen Lage: Die Aktie notiert nahe ihrem Allzeittief, während am 15. April ein schwedisches Gericht über eine Schadensersatzklage in Höhe von 8,3 Milliarden Dollar gegen Google entscheiden wird. Für ein Unternehmen, das noch keine nachhaltige Profitabilität erreicht hat, ist das eine bemerkenswerte Konstellation.
Absturz vom IPO-Hoch
Beim Börsengang im September 2025 wurden die Aktien zu 40 Dollar ausgegeben, eröffneten am ersten Handelstag bei 52 Dollar und erreichten ihr Allzeittief bereits am 30. März 2026 bei 12,06 Dollar. Aktuell notiert der Titel bei rund 13,41 Dollar — weit entfernt vom Ausgabepreis.
Den stärksten Einbruch erlebte die Aktie im Februar: Nach Vorlage der Jahreszahlen brach der Kurs um mehr als 26 Prozent an einem einzigen Tag ein. Paradoxerweise hatte Klarna dabei erstmals einen Quartalsumsatz von über einer Milliarde Dollar gemeldet — 1,082 Milliarden Dollar, ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Was Anleger verschreckte, war der Ausblick: Klarna prognostizierte für 2026 ein Bruttowarenvolumen (GMV) von über 155 Milliarden Dollar, während Analysten 159 Milliarden erwartet hatten. Für ein Buy-now-pay-later-Unternehmen, dessen Bewertung stark an Volumenerwartungen hängt, war das ein spürbarer Dämpfer.
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Der Google-Termin als Kurstreiber
Klarnas Tochtergesellschaft PriceRunner International hat Google wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung verklagt — die größte Zivilklage in der Geschichte schwedischer Gerichte. Der Vorwurf: Google habe konkurrierende Preisvergleichsdienste in seinen Suchergebnissen systematisch benachteiligt und stattdessen das eigene Google Shopping bevorzugt. Grundlage ist eine bindende EU-Kommissionsentscheidung aus dem Jahr 2017, die der Europäische Gerichtshof im September 2024 bestätigte.
Als Klarna im Februar das Urteilsdatum bekannt gab, legte die Aktie sofort um sechs Prozent zu. Das zeigt, wie viel Bedeutung der Markt diesem Termin beimisst — auch wenn der Ausgang offen ist.
Makroumfeld belastet das Geschäftsmodell
Zusätzlich drückt das gesamtwirtschaftliche Umfeld auf die Stimmung. Klarnas Kreditausfälle stiegen im jüngsten Quartal, während die Konsumausgaben in den USA nachlassen. Das BNPL-Modell reagiert besonders empfindlich auf solche Verschiebungen, weil Händlervolumina und durchschnittliche Bestellwerte direkt ins Geschäftsergebnis einfließen.
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Klarna hatte seinen ursprünglichen Börsengang für April 2025 geplant, verschob ihn jedoch wegen Marktturbulenzen im Zuge der US-Handelspolitik. Nun sorgt eine neue Welle handelspolitischer Unsicherheit erneut für Gegenwind.
Analysten halten an Kaufempfehlung fest
Trotz des Kursrückgangs bleibt die Mehrheit der Analysten optimistisch: Von 14 befragten Experten empfehlen 43 Prozent einen starken Kauf, 36 Prozent einen Kauf, 21 Prozent raten zum Halten. Das negative KGV von -16,55 spiegelt wider, dass Klarna bislang keine stabile Gewinnsituation vorweisen kann.
Nach dem Urteil am 15. April folgt der nächste wichtige Termin unmittelbar: die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026. Zwei potenziell kursbewegende Ereignisse innerhalb weniger Tage — in einer Phase, in der die Aktie kaum Spielraum nach unten hat.
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