Seit dem Börsengang im September 2025 hat das Fintech-Unternehmen Klarna deutlich an Wert verloren. Gestern endete nun die wichtige Sperrfrist, womit schlagartig 335 Millionen Aktien theoretisch für den Handel freigegeben wurden. Doch wer mit einem sofortigen Ausverkauf gerechnet hatte, sah sich zunächst getäuscht.
Komplexe Hürden bremsen Verkäufe
Rund 90 Prozent aller ausstehenden Klarna-Papiere sind seit Montag aus der Lock-up-Phase entlassen. Der Grund für die ausbleibende Flut an Verkaufsorders liegt in strukturellen und regulatorischen Hürden, auf die das Management bereits im Vorfeld aktiv hingewiesen hatte. Bevor Altaktionäre ihre Anteile über US-Broker abstoßen können, müssen diese einen mehrstufigen Konvertierungsprozess durchlaufen. Dieser Vorgang nimmt bei der zuständigen Transferstelle in der Regel sieben bis zehn Werktage in Anspruch.
Zudem unterliegen Großaktionäre und Führungskräfte weiterhin strengen Volumenbeschränkungen der US-Börsenaufsicht SEC. Bislang liegen keine entsprechenden Verkaufsanmeldungen vor. Ein weiterer bremsender Faktor ist die Struktur der Aktienklassen: Viele Investoren halten Papiere mit den zehnfachen Stimmrechten und müssen abwägen, ob sie diesen Einfluss für schnelle Liquidität aufgeben wollen.
Umsatz steigt, Skepsis bleibt
Operativ zeigt das Unternehmen derweil Wachstum und eine verbesserte Effizienz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um 25 Prozent auf 3,5 Milliarden US-Dollar, während die Belegschaft seit 2022 nahezu halbiert wurde. Trotz dieser Zuwächse und eines operativen Gewinns von 65 Millionen US-Dollar spiegelt die Kursentwicklung die anhaltende Skepsis der Investoren wider. Seit Jahresbeginn hat der Titel bereits über 49 Prozent an Wert eingebüßt und ging gestern bei 12,40 Euro aus dem Handel.
Neben der schrittweisen Umstellung des Geschäftsmodells auf längerfristige Finanzierungsprodukte richtet sich der Fokus nun auf einen konkreten Termin im Frühjahr. Im April 2026 wird das Urteil im Kartellrechtsprozess der Klarna-Tochter PriceRunner gegen Google erwartet. Hierbei geht es um Schadensersatzforderungen in Höhe von rund 8,3 Milliarden US-Dollar, deren Ausgang die fundamentale Bewertung des Fintechs massiv beeinflussen wird.
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